Wasserqualität „wilder“ Badestellen

03.07.2026

Das Gesundheitsamt Mittelsachsen überwacht rund 40 Freibäder und mehrere „wilde“ Badestellen im Landkreis. Die aktuellen Kontrollergebnisse zeigen: Die meisten Badestellen im Landkreis sind in gutem Zustand. So wurden etwa der Burkersdorfer Teich bei Frauenstein und die Torfgrube Mittweida ohne Beanstandungen beprobt. 

Die Prüfungen sind Momentaufnahmen – die Wasserqualität kann sich durch Witterung, Algenwachstum oder starke Nutzung schnell ändern. Während öffentliche Freibäder täglich durch die Betreiber und mehrmals pro Saison durch das Gesundheitsamt kontrolliert werden und somit sicheres Baden ermöglichen, ist bei unbewachten Naturgewässern mehr Vorsicht geboten, heißt es aus dem Gesundheitsamt.

Wird beispielsweise die Sichttiefe von mindestens einem Meter nicht eingehalten, so könnte eine Ursache hohes Algenwachstum sein. So wurde bei dem Laasenteich Choren lediglich eine Sichttiefe von 40 Zentimetern gemessen. Auch bei den Mockritzer Teichen und dem Naturbad Hirschbachtal lagen unter einem Meter. Dies könnte die Folge von zu hohen Nährstoffeinträgen (Phosphor- und Stickstoffverbindungen) durch Niederschläge oder auch aus Kläranlagen sein. Hohe Nährstoffanteile können Massenentwicklungen von Algen begünstigen. Sollte bei der Massenentwicklung auch die Blaualge (Cyanobakterien) eine Rolle spielen, so könnte das unter Umständen für den Badegast gesundheitliche Folgen haben, denn die Blaualgen-Toxine können Haut- beziehungsweise Schleimhautreizungen hervorrufen.

Das Gesundheitsamt rät daher: Wer das kühle Nass genießen möchte, sollte bevorzugt in überwachte Freibäder gehen. Dort ist das Wasser aus hygienischer Sicht unbedenklich. Wer es dennoch nicht lassen kann, sich in einem „wilden Badegewässer“ abzukühlen, sollte sich danach, spätestens am Abend, gründlich abduschen.

Alle Untersuchungsergebnisse sind unter www.landkreis-mittelsachsen.de/das-amt/buergerservice/wilde-badestellen.html zu finden.