Weitere Asylunterkunft wird geschlossen

20.10.2016

Der Landkreis reduziert weiter seine Kapazitäten im Bereich der Asylunterkünfte. So wird der Standort Roßwein mit 275 Plätzen zum 30. November geschlossen. Aktuell befinden sich noch 50 Bewohner im Verfahren. Des Weiteren wird derzeit die Schließung der Mastener Straße mit rund 200 Plätzen in Döbeln Ende des Jahres vorbereitet. Eine Platzreduzierung von ursprünglich rund 300 Plätzen erfolgte. Somit hat der Landkreis in diesem Jahr rund 780 Plätze abgebaut, denn es erfolgten Schließungen in Döbeln, Königshain-Wiederau, Rochlitz, Mittweida und Flöha.

„Die Zuweisungszahlen sinken kontinuierlich, so dass weitere Standorte folgen werden“, erklärt Landrat Matthias Damm. Rund 1 300 von rund 3 900 Plätzen sind in den Gemeinschaftsunterkünften, Wohnprojekten und angemieteten Wohnungen derzeit frei. Die Auslastung beträgt 56 Prozent, unberücksichtigt dabei sind Plätze, die aus sozialen Gründen nicht belegt werden können. Da würde die Quote bei rund 70 Prozent liegen. Eine Prognose der Zuweisungszahlen bis Jahresende gibt es nicht, diese werden nur monatlich mitgeteilt – für Oktober 49.

Aktuell sind im Landkreis 2 677 Personen durch den Landkreis untergebracht, davon haben 359 Personen einen Aufenthaltsstatus. „Diese verlassen die Unterkünfte in der Regel, wenn sie eine Wohnung gefunden haben“, erklärt der Leiter der Stabsstelle Asyl Dieter Steinert. Somit leben derzeit 2 318 Asylsuchende in Gemeinschaftsunterkünften (1 385), Wohnprojekten (357) und in angemietete Wohnungen (349). 

Jetzt arbeitet die Verwaltung an seinem sogenannten Stilllegungsmanagement. Denn es gibt beispielsweise bei den einzelnen Objekten längere Vertrags-Laufzeiten und es wird kalkuliert, ob die Betreibung oder die Stilllegung wirtschaftlicher für den gesamten Landkreis ist. Betrachtet werden wird auch die Asylunterkunft in Brand-Erbisdorf. Diese wird nach der jetzt abgeschlossenen Sanierung zunächst nicht belegt, für die Zeit der Arbeiten wich der Landkreis auf Wohncontainer in Freiberg-Zug aus, die jetzt abgebaut werden. Derzeit sind rund 50 Personen dort gebracht, die in den kommenden Tagen in eine andere Unterkunft  ziehen. Diese kommen unter anderem aus Afghanistan, Georgien, Irak und Syrien. „Es ist nicht vermittelbar, warum wir eine Einrichtung bei den gesunkenen Zahlen jetzt wieder belegen. Das Objekt wird eine Nutzung erfahren, zu der wir uns  nach Abschluss der Prüfungen äußern werden,“ so Damm.

Des Weiteren laufen die Vorbereitungen für den Einsatz von Integrationskoordinatoren. Die Förderanträge sind gestellt und werden derzeit in Dresden entsprechend bearbeitet. Außerdem endete gestern die Bewerbungsfrist für die Bildungskoordinatoren, die zum 1. November 2016 ihre Arbeit aufnehmen sollen.