Weitere Fälle von Faulbrut

06.07.2017

In zwei weiteren Bienenbeständen in Großhartmannsdorf ist die Amerikanische Faulbrut amtlich festgestellt worden. Somit gibt es in unmittelbarer Nähe zu einander drei Fälle, Ende Juni ist in dem Ort die Krankheit erstmals wieder aufgetreten.

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt bildete einen Sperrbezirk. Dieser umfasst mit rund drei Kilometern die Orte Großhartmannsdorf, Helbigsdorf (Gemeinde Mulda), Müdisdorf (Gemeinde Lichtenberg) und den Freiwald der Stadt Brand-Erbisdorf. Im Zuge der Seuchenermittlung und Bekämpfung werden Untersuchungen der Bienenbestände innerhalb des Bezirks durchgeführt. Zusätzlich zur klinischen Begutachtung der Bienenvölker werden Futterkranzproben entnommen, denn diese können Sporen des Erregers enthalten und damit zusätzliche Hinweise auf eine Infektion geben.  Diese haben sich nun zweimal neu bestätigt. Die Ausdehnung des Sperrkreises bleibt davon unberührt, da die Bestände sehr nah beieinander liegen.  Bekämpft wird die Seuche durch Tötung der erkrankten Völker und intensive Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen im gesamten Bienenstand. Eine Sanierung über das Kunstschwarmverfahren ist unter bestimmten Voraussetzungen auch möglich. Dies entscheidet das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt.  Nur wenn die Krankheit in den betroffenen Bienenvölkern erfolgreich getilgt wurde und die Untersuchungen von amtlich bestellten Bienensachverständigen bei allen Imkern im Sperrbezirk negativ verlaufen, kann dieser aufgelöst werden.

Ein Verbringen von Bienen aus oder in einen Sperrbezirk ist verboten. Es ist daher generell Pflicht, dass jedes Verbringen von Bienen an einen neuen Standort vorher im Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt anzuzeigen ist. Die Amerikanische Faulbrut ist für den Menschen nicht gefährlich. Honig kann selbst von erkrankten Völkern unbedenklich verzehrt werden.

Im vergangenen Jahr wurde die Faulbrut insgesamt vier Mal nachgewiesen, neben zwei Fällen im Bereich Langenau, einem Fall in Kleinwaltersdorf, gab es auch einen Fall im Bereich Arras. 2015 gab es nur ein Fall, 2014 sieben Fälle, 2013 vier und 2012 keinen Fall. Im Landkreis sind derzeit 810 Imker mit 913 Bienenstandorten registriert.

Übersicht zu den aktuellen Sperrbezirken: Für den Sperrbezirk Kleinwaltersdorf laufen derzeit die letzten Untersuchungen, um final festzustellen, ob der Bezirk aufgehoben werden kann.

1. Sperrbezirk Kleinwaltersdorf

  • folgende Stadtteile der Großen Kreisstadt Freiberg: Kleinwaltersdorf, Stadtgebiet Freiberg westlich der B101, das Münzbachtal der Stadt Freiberg

  • folgende Gemeindeteile der Gemeinde Oberschöna: Kleinschirma.

2. Sperrbezirk Großhartmannsdorf

  • folgender Ortsteil der Gemeinde Großhartmannsdorf: Großhartmannsdorf

  • folgender Ortsteil der Gemeinde Mulda: Helbigsdorf

  • folgender Ortsteil der Gemeinde Lichtenberg: Müdisdorf

  • sowie der Freiwald südlich der Freistraße in Brand-Erbisdorf (Mönchenfrei).

Ähnliche Links

  • Bekanntmachungen zur Faulbrut bei Bienen