Welterbe: Urkunde übergeben

17.09.2019

Bei einem Festakt am 14. September in der Silberstadt Freiberg nahm der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer die Urkunde zur Einschreibung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in die UNESCO-Welterbeliste von Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, entgegen. Im Juli 2019 hatte das Welterbekomitee die Montanregion als außergewöhnliches herausragendes Zentrum wissenschaftlich-technologischer Bergbauinnovation und als einzigartige montane Kulturlandschaft anerkannt.

Die grenzüberschreitende Welterbestätte Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří besteht aus 22 Teilgebieten, 17 davon in Deutschland (Sachsen) und fünf in Tschechien (Karlovy Vary, Ústí nad Labem). Das sächsisch-böhmische Erzgebirge war seit dem Mittelalter Impulsgeber und Motor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der Region genauso wie auf dem gesamten europäischen Kontinent. Der Bergbau prägte das Erscheinungsbild des Erzgebirges maßgeblich durch eine Kombination aus Bergbaustätten, Wasserwirtschaft, Verkehr, Besiedlung, nachhaltiger Forstwirtschaft und Landwirtschaft.

Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen derzeit 1 121 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern. Deutschland verzeichnet 46 Welterbestätten.

Passend zur Ernennung steht der diesjährige Ehrenamtsempfang des Landrates am 30. Oktober unter dem Motto „Brauchtum pflegen – Traditionen bewahren“. „Mir ist es wichtig, den Menschen meinen Respekt und meine Anerkennung für ihre Leistungen persönlich auszusprechen“, so Landrat Matthias Damm.

Foto: Eckardt Mildner

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