Wichtige Hinweise für alle Enten- und Gänsehalter

29.12.2014

Seit dem 28. Dezember 2014 dürfen Enten oder Gänse aus einem Bestand nur verbracht werden, soweit diese innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen vor dem Verbringen auf hochpathogenes aviäres Influenza-A-Virus der Subtypen H5 und H7 mit negativem Ergebnis untersucht worden sind.

Auf Grund der Ausbrüche von Geflügelpest in mehreren Bundesländern als auch in England und den Niederlanden in den vergangenen Wochen hat der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am 22. Dezember 2014 eine Eil-Verordnung unterzeichnet. Entsprechend der Geflügelverbringungsbeschränkungsverordnung (GeflVerbBeschränkV) dürfen seit dem 28. Dezember 2014 Enten oder Gänse aus einem Bestand nur verbracht werden, soweit diese innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen vor dem Verbringen auf hochpathogenes aviäres Influenza-A-Virus der Subtypen H5 und H7 mit negativem Ergebnis untersucht worden sind. Es sind von den zu verbringenden Enten und Gänsen jeweils 60 Tiere zu untersuchen. Sollen weniger als 60 Enten oder Gänse verbracht werden, sind alle zu verbringenden Tiere zu untersuchen. Die virologische Untersuchung ist an Hand von Proben durchzuführen, die bei den Tieren durch einen Tierarzt mittels eines kombinierten Rachen- und Kloakentupfers entnommen wurden. Nur mit dem Nachweis eines negativen Testergebnisses dürfen die Tiere aus dem Bestand verbracht werden. Auch für die Teilnahme an Ausstellungen oder Verkaufsmärkten bzw. das Verbringen zur Schlachtung sind die Untersuchungen erforderlich.

Die Probenmaterialien können im Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) des Landratsamtes Mittelsachsen (Tel.: 03731 799-6234) bestellt werden. Nach erfolgter Probennahme durch einen Tierarzt kann die Einsendung an die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen ebenfalls über die Standorte des LÜVA erfolgen.

(zuletzt aktualisiert am 15. Januar 2015)

Foto: Andrea Funke/Archiv