Wie haben sich die Lebenslagen der Menschen in den mittelsächsischen Gemeinden in den letzten Jahren entwickelt?

12.11.2019

Diese Frage wird als Teil der Sozialberichterstattung des Landkreises in einer neuen Broschüre aufgegriffen, welche dem Kreistag in seiner Sitzung am 9. Oktober 2019 vorgestellt wurde.

Die Broschüre Gemeindeprofile der kreisangehörigen Kommunen entstand in Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida, unter Leitung von Professorin Dr. Isolde Heintze. Es informiert gemeindebezogen über statistische Kennzahlen aus verschiedensten Lebensbereichen.

Dargestellt werden beispielsweise Daten zur Bevölkerungsentwicklung, zur Beschäftigungsquote oder auch der Anteil der Bevölkerung, der Grundsicherungsleistungen im Alter bezieht. Zu sehen ist die Entwicklung zwischen der letzten Erhebung 2014 und 2017. So stieg der Anteil Minderjähriger in dieser Zeit in Mittelsachsen um 0,7 auf 15,1 Prozent. Im Bereich Finanzen und Einkommen wird deutlich, dass mit einem Rückgang auf 6 Prozent deutlich weniger Menschen Mindestsicherungsleistungen beziehen, als es noch 2014 der Fall war (8,2 Prozent). Während die Beschäftigungsquote kontinuierlich anstieg und 2017 bei 71,1 Prozent lag. „Durch die Abbildung ausgewählter Indikatoren auf Gemeindeebene ist es möglich, auf Veränderung des sozialen Gefüges aufmerksam zu machen und Entwicklungsprozesse sozialer Lebenslagen in den Gemeinden nachzuzeichnen“, erklärt der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Eine verlässliche Datenbasis ist Grundvoraussetzung für Entscheidungen zur Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur.

Mit der zukünftig aller zwei Jahre aufgelegten Broschüre kommt der Landkreis seinen planerischen Aufgaben für die Gewährleistung der Daseinsvorsorge nach. Die in dem Heft gebündelten Statistiken sowie zahlreiche weitere Indikatoren werden aller vier Jahre in einem Sozialbericht vertiefend analysiert. Der zweite Sozialbericht des Landkreises Mittelsachsen erscheint im Herbst 2020.