Wiesenbrüterprogramm im Landkreis Mittelsachsen − Mithilfe erbeten!

28.05.2018

Zu den in Sachsen vorkommenden Wiesenbrütern zählen die Vogelarten Wachtelkönig, Braunkehlchen, Bekassine und Wiesenpieper. Allen gemeinsam ist, dass sie ihr Nest am Boden auf Grünland anlegen, Zugvögel und Insektenfresser sind und auf der Roten Liste Sachsens stehen. 

irekte Gefährdungsursachen im Brutrevier sind insbesondere die Zerstörung der Gelege oder der Tod der Altvögel durch Mahd oder durch Tritte der Weidetiere, aber auch Verluste durch Räuber wie Fuchs, Krähe und andere. Wiesenbrüter besiedeln bevorzugt artenreiches, extensiv genutztes Grünland, häufig auf feuchten Standorten − Lebensräume, die durch intensive Landnutzung rar geworden sind, sodass die genannten Arten nur noch in wenigen Gebieten vorkommen und Schutzmaßnahmen notwendig sind. Aus diesem Grund wurde das Sächsische Wiesenbrüterprojekt (2016 − 2020) als Kooperation zwischen dem Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft und einigen Landkreisen, unter anderem dem Landkreis Mittelsachsen, gestartet. Wichtige Unterstützung erhalten die Behörden dabei durch ehrenamtliche Akteure wie zum Beispiel Naturschutzhelfer, Naturschutzverbände und Ornithologen, die aktuelle Vorkommen melden und die Erfassungen der Wiesenbrüter ergänzen. Die praktische Umsetzung der Schutzmaßnahmen erfolgt derzeit durch die sich beteiligenden landwirtschaftlichen Betriebe. Angesprochen sind aber auch Landschaftspflegeverbände und Naturschutzgruppen.

Weitere Informationen zu den Wiesenbrüterarten befinden sich unter www.landkreis-mittelsachsen.de/das-amt/projekte/naturschutz/wiesenbrueterprogramm.html im Internet. 

Alle Wachtelkönig-Rufe, aber auch alle Beobachtungen von Braunkehlchen, Wiesenpiepern und Bekassinen zur Brutzeit sollen an die uNB gemeldet werden. Wachtelkönige können theoretisch im gesamten Landkreis, besonders aber im südlichen Teil auftreten. Braunkehlchen und Wiesenpieper sind nur im südlichen Teil des Landkreises zu erwarten. 
Die Bekassine dürfte, wenn überhaupt, ebenfalls nur im Süden als Brutvogel anzutreffen sein, wohingegen sie zur Zugzeit, ebenso wie die anderen Arten auch in den anderen Teilen des Kreises vorkommen. 

Kontakt für die Meldung von Beobachtungen: