Winterbaustellen auf drei Kreisstraßen

18.11.2019

In diesem Jahr sind 22 Bauprojekte an Kreisstraßen abgeschlossen worden. Rund 5,5 Kilometer sind grundhaft ausgebaut und bei weiteren fünf Kilometern erfolgte eine Instandsetzung durch eine Fahrbahnerneuerung oder eine neue Asphaltdecke.

Zu den größten abgeschlossenen Maßnahmen gehören der Ausbau der Straßen in Breitenau, Niederschöna und Kiebitz mit einem Kostenvolumen von jeweils über eine Million Euro. „Bei solchen Projekten arbeiten immer ganz viele Partner zusammen, wie Versorger und Kommunen, und daher freuen wir uns, wenn die Vorhaben soweit wie möglich reibungslos funktionieren“, so die Leiterin des Referates Straßenbau und Straßenverwaltung Claudia Richter. Sie bedankt sich für das Verständnis und die Geduld der Anwohner. „Gerade wenn die Arbeiten mehr als ein Jahr dauern, kann dies schon an den Nerven zehren.“

Noch sind nicht alle Maßnahmen in diesem Jahr beendet und Claudia Richter hofft auf einen späten Winter. Bis Jahresende sollen Baustellen in Langenleuba-Oberhain, Crossen und zwischen Braunsdorf und Altenhain beendet sein. Etwas später als geplant geht es zwischen Langenstriegis und Eulendorf los. „Hier wird ein Durchlass erneuert, es gibt aber Lieferprobleme beim Material“, so Richter. Dennoch ist die Fertigstellung zum Jahresende vorgesehen. „Das sind natürlich ehrgeizige Ziele, aber auch für unsere Winterdienst ist der Abschluss sehr wichtig“, erklärt Richter. Drei Kreisstraßen bleiben aber über die kalte Jahreszeit zu. So erfolgt die Verlegung der Kanalrohre in Stein, in Schönborn-Dreiwerden der 1. Bauabschnitt und der grundhafte Weiterausbau der Straße in Forchheim.

Welche Maßnahmen im kommenden Jahr realisiert werden, steht noch nicht fest. „Dies hängt an den Fördermitteln, da haben wir noch keine verbindliche Aussage, ob und wie es weitergeht. Das ist für mich ein unhaltbarer Zustand seit 2018“, führt Landrat Matthias Damm aus. Sicher sei jedoch, dass wieder Gelder für größere Instandsetzungen kommen werden. Wie das Geld untersetzt wird, entscheidet der Kreistag. Sicher ist aber, dass der dritte Bauabschnitt mit einer Länge von 400 Metern in Cämmerswalde ab Frühjahr realisiert wird. Die Ausschreibung ist in Vorbereitung. Ebenso soll 2020 die letzte Maßnahme zur Beseitigung der Schäden des Hochwassers von 2013 umgesetzt werden. Es handelt sich dabei um den Ersatzneubau einer Brücke im Hainichener Ortsteil Berthelsdorf, die Ausschreibung soll im Januar erfolgen. Insgesamt gab es allein im Bereich der Kreisstraßen 204 Hochwassermaßnahmen. Damm betont, wie wichtig der Straßenbau ist – nicht nur für den Individualverkehr und die Wirtschaft, sondern auch für den ÖPNV. „Ich hoffe, dass wir nach der Regierungsbildung deutliche Signale beziehungsweise Regelungen zu Förderprogramm Kommunaler Straßenbau erhalten“, so Damm.

Die Straßenmeistereien im Landkreis sind derweil schon im Winterdienstmodus. Gerade in den Morgenstunden sind von den Meistereien Fahrzeuge unterwegs. „Sie kontrollieren das Netz und streuen gegebenenfalls Salz an Stellen, wo sich zum Beispiel Raureif gebildet hat“, so der zuständige Referatsleiter im Landratsamt Dirk Schlimper. Ein erster solcher Einsatz erfolgte am 31. Oktober in der Meisterei Döbeln. Rund 70 Tonnen Streusalz sind schon auf die Straßen gebracht worden. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit der sechs Straßenmeistereien ist aktuell der Gehölzschnitt. Hierzu sind auch Hebebühnen im Einsatz. Die Arbeiten werden in der Regel unter Vollsperrung ausgeführt. Schlimper appelliert, sich an diese Vollsperrungen auch zu halten: „Wir erleben es immer wieder, dass Fahrzeugführer die Sperrscheibe nicht beachten. Sie bringen die Mitarbeiter und auch sich selbst in Gefahr.“ Er betont, dass man Sperrungen vermeidet, „aber gerade bei engen Straßen sind sie unumgänglich“.

Straßenfreigabe in Breitenau

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