Winterdienstvorbereitungen im Landkreis Mittelsachsen

23.10.2019

Im Landkreis Mittelsachsen gibt es sechs Straßenmeistereien. Diese befinden sich in Döbeln, Rochlitz, Mühlau, Hainichen, Freiberg und Brand-Erbisdorf. Die mittelsächsischen Straßenmeistereien sind für die beginnende Wintersaison gut vorbereitet. Das zeigt stellvertretend die Freiberger Straßenmeisterei, denn hier fand heute der traditionelle Tag der Winterbereitschaft im Landkreis statt.

Aber die Vorbereitung auf die Wintersaison hat schon sehr viel früher begonnen, beispielsweise mit dem Auffüllen der Salzlager. Es stehen aktuell über 8 000 Tonnen in den Meistereien beziehungsweise in den Außenlagern in Rechenberg-Bienenmühle und Neudorf zur Verfügung. Weitere 12 000 Tonnen sind bereits vertraglich gebunden und können bei Bedarf jederzeit abgerufen werden.

Die Winterdienstfahrzeuge und die entsprechende Technik der Straßenmeistereien sind in der Amtswerkstatt in Hainichen repariert und auf ihre kommenden Einsätze vorbereitet worden. Für die Winterdienstsaison stehen insgesamt 24 landkreiseigene Fahrzeuge (Lkw/Unimog/Multicar) sowie 32 Fahrzeuge von vertraglich gebundenen Firmen gut gerüstet bereit. „Wie viele Fahrzeuge am Ende für den Winterdienst eingesetzt werden, entscheiden die Schichtleiter und auch, ob gegebenenfalls schwerere Technik, wie Schleudern oder Fräsen einzusetzen sind“, so Dirk Schlimper, Referatsleiter Straßenbetriebsdienst und Bauwerksverwaltung. In diesem Jahr wurde auch in neue Winterdiensttechnik investiert. So wurden zwei neue Fahrzeuge für insgesamt rund 460.000 Euro angeschafft: Ein Zwei-Achs-LKW und ein Unimog, welche in der Straßenmeisterei Hainichen beziehungsweise Rochlitz zum Einsatz kommen werden. Der Landkreis beteiligt sich mit 40 Prozent an den Kosten, dazu kommen Bundes- und Landesmittel.

150.000 Euro wurden aus dem Kreishaushalt bereitgestellt, um am Standort der Straßenmeisterei Freiberg eine neue Soleerzeugungsanlage mit einer Löseleistung von 3 000 Liter/Stunde sowie zusätzliche Lagertanks zu errichten. Die Gesamtbevorratung mit NaCl-Sole liegt jetzt bei 80 000 Liter und somit ist die Versorgungssicherheit auch bei mehrtägigen intensiven Winterereignissen gegeben. NaCl-Sole wird benötigt, damit das Streusalz auf der Straße schneller wirkt und Wehverluste minimiert werden. Deshalb wird das Streusalz kurz vor dem Auftreffen auf der Straße mit 30 Prozent Salz-Sole angefeuchtet.

Noch bis Anfang November werden die Schneezäune an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen auf den abgeernteten Feldern aufgestellt, die insgesamt eine Länge von rund 60 Kilometern haben.

Es werden Rund 1 600 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen, bei Extremwetterlagen auch rund um die Uhr, betreut. In der Regel dauert es bis zu drei Stunden, bis dieselbe Stelle vom Winterdienst befahren wird. Durch Staus oder liegengebliebene Lkw kann  sich der Zeitraum verlängern. Die Fahrzeuge sind bis zirka 22:00 Uhr unterwegs.

In der vergangenen Saison waren die sechs Straßenmeistereien durchschnittlich 119 Tage im Einsatz. Der Verbrauch des Streusalzes lag bei 11 500 Tonnen.

Zum Tag der Winterbereitschaft dankte der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier allen am Winterdienst beteiligten Fahrern. „Sie sind die ersten, die zu früher Stunde die verschneiten und glatten Straßen befahren. Sie leisten mit Ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag, um uns allen das Fahren im Winter zu erleichtern“, so Beier.

Links die neue Soleerzeugungsanlage, im Hintergrund das sehr gut gefüllte Salzlager und rechts die dienstälteste Fräse, die an besonderen Problemstellen zum Einsatz kommt.

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