Woche der offenen Unternehmen in Mittelsachsen wurde rege genutzt

14.03.2016

Rund 1 300 Schülerinnen und Schüler nutzten die Woche der offenen Unternehmen und schauten sich in 173 Unternehmen im Landkreis um. Ganz zum mittelsächsischen Wirtschaftsprofil passend, erfreuten sich die technischen Berufe in der Metallbranche großer Beliebtheit. Vom 7. bis 12. März blickte der mittelsächsische Nachwuchs hinter Büro-, Werkstatt- oder Labortüren und beteiligte sich an Firmenrundgängen und Mitmachaktionen.

50 Schülerinnen und Schüler kamen aus den Nachbarlandkreisen, zum Beispiel aus Waldenburg und Limbach-Oberfrohna oder aus Chemnitz und Olbernhau auf Firmenstippvisite nach Mittelsachsen. „Das besondere an der Woche der offenen Unternehmen ist nicht nur, dass die Eltern ihren Nachwuchs begleiten, um so ebenfalls einen Einblick in die Vielfalt der Wirtschaftswelt der Region zu erhalten, sondern dass mit dem Lehrling und der Auszubildenden bis hin zur Geschäftsführung hautnah Gespräche geführt werden können", betonte Landrat Matthias Damm bei der Eröffnungsveranstaltung in Lichtenau. Der Fachkräftebedarf stellt Unternehmen teilweise schon heute vor Herausforderungen. Damm betonte, wie wichtig es sei, dass gerade bei der Ausbildung in der Region alle Kräfte an einem Strang ziehen. In der Woche der offenen Unternehmen arbeiten deshalb die Betriebe mit der Industrie- und Handels- sowie der Handwerkskammer, der Arbeitsagentur Freiberg und den Arbeitskreisen Schule-Wirtschaft unter Regie der Wirtschaftsförderung des Landkreises zusammen.

Berufsinformation in kompakter Form gibt es im Rahmen der regionalen Ausbildungsmessen „Schule macht Betrieb" wieder im Herbst. Alle Schülerinnen und Schüler sind am 10. September herzlich nach Mittweida, am 17. September nach Freiberg und am 24. September nach Döbeln eingeladen. Darüber hinaus engagieren sich die zahlreichen Akteure in der Region für die Sicherung gut ausgebildeter Fach- und Führungskräfte. Diese mündet in der projektbezogenen Zusammenarbeit der Fachkräfteallianz, deren Mitglieder sich am 10. Februar erstmals trafen, um über Handlungsschwerpunkte auf Landkreisebene zu diskutieren. „Es gilt zu klären: Wie viele Fachkräfte mit welcher Qualifikation werden in welchen Branchen im Landkreis benötigt und woher kommen diese", so der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Im Ergebnis der Diskussion legten die Anwesenden Handlungsschwerpunkte und Zielgruppen fest, auf die sich die Aktivitäten konzentrieren. Dies sind unter anderem Aus- und Einpendler, Arbeitslose, Absolventen und Abbrecher aller Bildungssysteme.