Zuwendungsbescheide für „Generationenbahnhof Erlau“

19.05.2016

Thomas Schmidt, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft und Landrat Matthias Damm übergaben heute gemeinsam die Zuwendungsbescheide für das Projekt „Generationenbahnhof Erlau“ an den Erlauer Bürgermeister Wolfgang Ahnert.

Am 22. April 2015 wurde die LEADER-Region „Land des Roten Porphyr“ vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft für die Förderperiode 2014 bis 2020 bestätigt. Damit konnte das Entscheidungsgremium der Region am 15. Oktober 2015 erstmals über Projekte, die zur Förderung aus dem regionalen Budget ausgewählt werden sollen, entscheiden. 

Für diesen Termin wurden dem Entscheidungsgremium der Region von der Gemeinde Erlau zum „Generationenbahnhof Erlau“  drei Projektanträge vorgelegt. Von der Gemeinde Erlau werden 1,2 Millionen Euro für die Umsetzung des Gesamtvorhabens eingeplant. Für diese Ausgaben wurde nach der Förderrichtlinie LEADER/2014 ein Zuschuss von rund 50 Prozent beim Landratsamt Mittelsachsen zur Förderung beantragt. 

Im Ergebnis der Bearbeitung und Prüfung der Anträge auf Förderung durch die Bewilligungsbehörde des Landratsamtes Mittelsachsen auf Einhaltung der vorgegebenen Förderkriterien kann der Gemeinde ein Zuschuss von insgesamt 552.140,71 Euro zum Abruf nach Fertigstellung der Maßnahme bereitgestellt werden.

Thomas Schmidt, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft und Landrat Matthias Damm übergaben heute gemeinsam die entsprechenden Zuwendungsbescheide an den Erlauer Bürgermeister Wolfgang Ahnert.

 

Projektinhalt: 

Die leerstehende denkmalgeschützte historische Bahnhofsanlage an der Bahnstrecke Riesa- Chemnitz setzt sich aus dem Hauptgebäudekomplex mit ehemaliger Bahnhofshalle, Wohnhaus und Nebengebäude sowie dem etwas abseits stehenden Wirtschaftsgebäude zusammen.

Diese Gebäude sollen der dörflichen Gemeinschaft wieder zugänglich gemacht werden, indem sie einer sinnvollen und allgemein von der Bevölkerung angenommenen Nutzung zugeführt werden.

Eingerichtet werden im Hauptgebäudekomplex:

  • ein Bürgerbereich mit kleinem Foyer, Lager und Sanitäranlagen

  • eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren mit 15 Tagespflegeplätzen und ambulantem Pflegestützpunkt 

sowie im nebenstehenden Wirtschaftsgebäude: 

  • eine Arztpraxis, derzeit im Plan die Ansiedlung eines Zahnarztes. 

Dafür sind umfangreiche Sanierungsarbeiten an den Gebäuden sowie den zugehörigen Außenanlagen vorzunehmen. Die Gebäude werden praktisch vom Keller bis zum Dach instandgesetzt sowie mit modernen Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsanlagen ausgestattet. Die besondere Bestimmung der Gebäude macht auch an Barriere reduzierte Zugänge und Inneneinrichtungen erforderlich.

„Das Projekt begegnet dem Demografischen Wandel. Mit der Schaffung von Tagespflegeplätzen und ärztlicher Versorgung sowie eines Bürgerbegegnungszentrums wird den denkmalgeschützten Bahnhofsgebäuden neues Leben eingehaucht. Wichtige Grundbedürfnisse der Bevölkerung von „jung“ und „alt“ werden unter einem Dach berücksichtigt“, so Landrat Matthias Damm.