Zwei neue Fälle von Geflügelpest in Mittelsachsen nachgewiesen – neuer Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet festgelegt

27.01.2017

Gleich bei zwei tot aufgefundenen Vögeln wurde in Mittelsachsen das Virus der hochpathogenen Aviären Influenza (AI) von Subtyp H5 nachgewiesen. Die amtlichen Endergebnisse des Friedrich-Löffler-Institutes liegen seit heute vor.

Die Tiere wurden in Geringswalde und in Flöha-Plaue  aufgefunden. Die mit Allgemeinverfügung von dieser Woche angeordneten Maßnahmen in und um Geringswalde verlängern sich damit. In Flöha und Umgebung muss jetzt ein neuer Sperrbezirk und ein neues Beobachtungsgebiet festgelegt werden.

Eine Stockente wurde am 20. Januar 2017 am Großteich in Geringswalde durch die Stadtverwaltung tot aufgefundenen. Damit ist der zweite Wildvogel von diesem Teich AI-positiv. In der vergangenen Woche wurde bereits ein Schwan entdeckt und positiv getestet. Die Gültigkeit des am Dienstag bekanntgemachten Sperrbezirkes und Beobachtungsgebietes verlängert sich bis auf Widerruf.

An der Zschopau in der Nähe von Flöha wurde durch einen Bürger am 22. Januar 2017 ein toter Graureiher entdeckt. Dieser wurde am 23. Januar 2017 durch die Mitarbeiter des Landratsamtes geborgen und zur Untersuchung eingeschickt. Da es sich hier um ein neues Gebiet handelt wird ein neuer Sperrbezirk und ein neues Beobachtungsgebiet festgelegt, dieses umfasst zum Teil die Stadt Chemnitz und den Erzgebirgskreis. Die Allgemeinverfügung für Mittelsachsen ist auf der Internetseite des Landkreises eingestellt und wird am Mittwoch in einem Sonderamtsblatt veröffentlicht.

In beiden Bereichen gilt weiter beziehungsweise neu:

Wer Geflügel und Vögel anderer in Gefangenschaft gehaltener Arten hält, hat dieses in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss, zu halten. Gehaltene Vögel dürfen vorerst nicht aus dem Bestand verbracht werden. Auch für das Verbringen von Geflügelprodukten oder Bruteiern gelten einzelne Sperrmaßnahmen  in den jeweiligen Gebieten. Der Zugang für fremde Personen zu Ställen oder anderen Haltungseinrichtungen von Vögeln ist wirksam zu begrenzen. Tierärzte und die zuständige Kontrollbehörde müssen jedoch Zutritt erhalten. Vor den Ein- und Ausgängen der Ställe oder Schutzvorrichtungen sollen Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden, die mit einem Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden. Auch Jäger haben in den beiden Restriktionszonen bestimmte Verbote bezüglich Federwild zu beachten. Wer einen Hund oder eine Katze hält, darf diese in den Restriktionsgebieten nicht frei umherlaufen lassen. Das bedeutet außerhalb umzäunter Grundstücke dürfen sich Hunde nur an der Leine bewegen. Im umzäunten eigenen Grundstück besteht keine Anleinpflicht. Sie sollten jedoch  nach Möglichkeit nicht mit toten Wildvögeln in Kontakt kommen, um den Erreger nicht passiv, also am Fell, der Schnauze oder den Pfoten, in bewohntes Gebiet einzuschleppen wo es dann  in Geflügelbestände weiter verschleppt werden kann. Die ausführlichen Bestimmungen der Allgemeinverfügung sind auch auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht.

Auf der Internetseite des Landkreises wurde ein Fragenkatalog mit allen wichtigen Fakten eingestellt.