Baustart für vier weitere Projekte

24.04.2026

Zum offiziellen Baustart waren unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, Vertreterinnen und Vertreter von den fördermittelgebenden Ministerien BMDS und SMWA, dem Projektträger des Bundes aconium GmbH, der Digitalagentur Sachsen, den vom Ausbau betroffenen Kommunen und der Telekom Deutschland GmbH vor Ort.

Lichtenau gehört zum Cluster H und ist die erste Kommune, die vom Telekom-Projekt profitiert. In den kommenden Monaten können hier rund 1.400 Haushalte und Unternehmen in den Ortsteilen Auerswalde, Garnsdorf, Krumbach, Merzdorf, Niederlichtenau, Oberlichtenau und Ottendorf an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Dafür werden mehr als 60 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 35 neue Netzverteiler errichtet.
Die Baumaßnahmen starten im Cluster H beginnend in Lichtenau und im Cluster K in Striegistal ab Mai 2026. Die Cluster I und J beginnen in Großschirma und Großhartmannsdorf starten ab August 2026.

Insgesamt sollen in allen vier Clustern mehr als 14.500 Gebäude, davon 1.400 Gewerbeanschlüsse und 10 Institutionen erschlossen werden, das heißt mindestens 27.000 Haushalte, Unternehmen, Schulen und Verwaltungsstandorte profitieren von dem Ausbau. Dafür werden mehr als 600 Kilometer Tiefbau nötig sein, mehr als 5.000 Kilometer Glasfaserleitungen neu verlegt und mehr als 700 Glasfaser-Netzverteiler in den Projektgebieten aufgestellt. Bis spätestens 2030 sollen alle Anschlüsse in Betrieb genommen werden.
Der Ausbau in den vier Projektgebieten der Telekom hat nach Abschluss des Vergabeverfahrens ein Gesamtvolumen von mehr als 92 Millionen Euro und wird durch Bund, Land und Kommunen finanziert.

Drei Ergänzungsprojekte zur Netzvervollständigung von Ortsteilen mit ländlichem Charakter der Stadt Freiberg und der Gemeinde Eppendorf werden an den Ausbau in und um Freiberg angeschlossen. Dafür stehen insgesamt nochmal 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Darüber hinaus konnten mit der Telekom eigenwirtschaftliche Ausbaumaßnahmen im Stadtkern von Freiberg vereinbart werden, wodurch perspektivisch die Netzverdichtung in einigen Stadtbezirken auch ohne Fördermittel flächendeckend erreicht wird.

Zitate:

Susanne Ding, ständige Vertretung der Abteilungsleitung Digitale Infrastrukturen des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS): „Bereits seit 2018 wird der Breitbandausbau mit größter Intensität im Landkreis Mittelsachsen vorangetrieben. Der Landkreis Mittelsachsen profitiert dabei von Bundesmitteln in Höhe von insgesamt über 276 Millionen Euro, mit denen rund 59.000 Anschlüsse neu geschaffen werden. Dieser Ausbau schafft nicht nur schnellere Netze, sondern auch Arbeitsplätze und lokale Wertschöpfung – eine Investition in die Zukunft des Landkreises und ein enormer Schub für Bildung, Wirtschaft, Gesundheitsversorgung und Verwaltung vor Ort.“
Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Schnelles Internet in den Städten und im ländlichen Raum ist eine wichtige Investition in die Zukunft. In Sachsen wollen wir eine 99-prozentige Gigabitversorgung in der Fläche bis 2030 erreichen. Voraussetzung hierfür ist eine verlässliche und auskömmliche Bereitstellung von Fördermitteln durch den Bund. Für die zweite Stufe der Breitbandförderung nimmt der Freistaat allein im Landkreis Mittelsachsen rund 38,6 Millionen Euro in die Hand. Im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus hat der Freistaat bisher rund 1,37 Milliarden Euro investiert, um eine digitale Grundversorgung sicherzustellen, davon 228,3 Millionen Euro im Landkreis Mittelsachsen.“

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter: „Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist eine der wesentlichen Grundlagen für die Zukunftsfähigkeit einer Region. Jedes Unternehmen, jeder Verein, jede Schule, jede Behörde und auch jeder Haushalt benötigt heute schnelles und zuverlässiges Internet. Der Ausbau des Glasfasernetzes ist ein echter Mehrwert für alle: die Wirtschaft, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Verwaltung.“

Landrat Sven Krüger: „Der Glasfaserausbau ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises. Schnelles und stabiles Internet entscheidet heute über Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung und gleichwertige Lebensverhältnisse – gerade im ländlichen Raum. Mit dem Ausbau schaffen wir die Grundlage dafür, dass Mittelsachsen auch künftig ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort bleibt.“

Bürgermeister Andreas Graf: „Mit der Beauftragung der Deutschen Telekom für die Cluster H-K wird für unsere Gemeinde sichergestellt, dass ein flächendeckender Breitbandausbau stattfindet. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit"

„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Angebot für eines der größten Glasfaserprojekte Deutschlands überzeugen konnten und jetzt loslegen. Unser Ziel ist es, das Vorhaben schnell und mit möglichst wenigen Beeinträchtigungen für Anwohner abzuschließen. Dafür arbeiten wir eng mit den Kommunen im Landkreis zusammen“, sagt Axel Wenzke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Telekom. „Die Telekom wird alle Eigentümer in den Ausbaugebieten in den nächsten Monaten anschreiben und über die nächsten Schritte informieren. Denn der kostenlose Glasfaseranschluss erfordert die Zustimmung der Eigentümer, sonst führt die neue schnelle Leitung lediglich am Gebäude vorbei.“

Anita Müller vom Sonnenlandpark: „Im Zuge der vielfältigen Digitalisierungsmöglichkeiten ist der Ausbau der entsprechenden Netze mehr als notwendig. Da unser Park eher ländlich gelegen ist, mussten wir den Ausbau in den letzten Jahren oft aus eigenen Mitteln stemmen um zeitgemäß arbeiten zu können. Als Touristisches Unternehmen ist es extrem wichtig, den neuen digitalen Gewohnheiten und dem Nutzungsverhalten der Besucher gerecht zu werden, nicht nur als Servicegedanke, sondern auch, um im Wettbewerb zu bestehen und das 7 Tage die Woche ohne Netzausfälle. Wir hoffen mit dem Breitbandausbau in Mittelsachsen auf eine positive Investition in die Zukunft der Region.“