Erster Glasfaseranschluss in Augustusburg freigeschaltet

19.08.2026

Nächster Meilenstein für den geförderten Gigabitausbau Cluster M im Landkreis Mittelsachsen: 

Am 19. August 2026 wurde in Augustusburg der erste Kundenanschluss im neuen Glasfasernetz des Clusters M freigeschaltet. Nach weniger als einem Jahr Bauzeit beginnt damit die schrittweise Inbetriebnahme, während der Ausbau in Augustusburg incl. aller umliegenden Ortsteile weiter voranschreitet. 

Auf vergleichbarem Niveau ist auch der Baufortschritt in Ortsteilen von Brand-Erbisdorf. Dort erfolgen in Kürze die nächsten Teilinbetriebnahmen innerhalb des Clusters M. 

Aus Planung, Tiefbau und vielen Kilometern verlegter Glasfaser wird nun schnelles Internet für die Menschen vor Ort

Gemeinsam leiteten Vertreter des Landkreises Mittelsachsen und der mitteldeutsche IT GmbH die Liveschaltung ein. Der erste Kunde wurde vor Ort als Netzteilnehmer begrüßt. 

Vertreter der Stadt Augustusburg, des Projektträgers des Bundes aconium und der Digitalagentur Sachsen sowie des BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation begleiteten den Termin. 

Vom Baustart zum ersten aktiven Anschluss

Der Ausbau in Augustusburg gehört zum Gigabit-Cluster M, für das die mitteldeutsche IT GmbH im Mai 2025 nach einem europaweiten Auswahlverfahren den Zuschlag erhalten hatte. Zum Cluster gehören neben Augustusburg die Kommunen Brand-Erbisdorf, Frankenberg, Leubsdorf, Niederwiesa und Mittweida sowie der zugeordnete eigenwirtschaftliche Ausbau in Flöha und weiterer nicht über Förderung erschließbarerer Adressen im gesamten Ausbaugebiet.

„Wir setzen uns für mehr digitale Freiheit im ländlichen Raum Sachsens ein. Jeder soll heute bereits die Möglichkeit bekommen, schnelles Internet über Glasfaser zu beziehen. Deswegen machen wir keinen großen Unterschied, ob es sich dabei um geförderte oder nicht geförderte Adressen in unseren Breitbandausbaugebieten handelt. Als sächsischer Unternehmer, ist es mir ein besonderes Anliegen, den Breitbandausbau in meiner Heimat voranzubringen“ so Martin Flechsig, Geschäftsführer der mitteldeutsche IT GmbH.

In Augustusburg starteten die Arbeiten bereits Ende 2025 im Rahmen eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns. Am 24. März 2026 folgte gemeinsam mit den Fördermittelgeber und der Kommunen der Ausbaugebiete auf Schloss Augustusburg der offizielle Auftakt, der symbolische erste Spatenstich, für die Gigabitprojekte Cluster G und M. Nur knapp fünf Monate später ist nun der erste Kundenanschluss aktiv. 

„Mit dem ersten freigeschalteten Anschluss wird aus vielen Kilometern Planung, Tiefbau und Glasfaser nun etwas ganz Konkretes: schnelles Internet bei den Menschen zu Hause“, erklärt Breitbandkoordinator Mattias Borm. „Das ist natürlich erst der Anfang. Die neueren Gigabit 2.0 - Projekte setzten verstärkt auf ein moderneres Organisationsmodell der Baumaßnahmen. Einzelne Gewerke und Maßnahmen erfolgen so perfekt abgestimmt, dass Teilinbetriebnahmen sofort in jedem gerade fertiggestellten Ortsteil möglich sind, insoweit die Hauptversorgungsleitung für das Internet bereits verfügbar ist. Dazu können auch die bereits geschaffenen Versorgungstrassen der älteren „weiße Flecken“-Projekte mitgenutzt werden.“

Glasfaser als Fundament der digitalen Zukunft

„Heute geht es nicht nur um Trassenkilometer und Förderbescheide, sondern um das, was am Ende zählt: Das schnelle Internet kommt beim ersten Kunden an. Viele weitere werden in den kommenden Monaten folgen. Genau dafür investieren wir gemeinsam so viel Kraft und Geld in den Breitbandausbau“, sagt Landrat Sven Krüger.

Wirtschaftsminister Dirk Panter: „Wir kommen beim Breitbandausbau in Sachsen gut voran. Zufrieden können wir aber noch nicht sein. Es ist noch ein langer Weg zu gehen - doch er lohnt sich. Denn ein gutes Glasfasernetz ist das Fundament, auf dem wir unsere digitale Zukunft bauen. Gemeinsam mit dem Bund schließen wir daher Versorgungslücken, damit alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Schulen, Krankenhäuser und Vereine vom digitalen Fortschritt profitieren können.“

„Die heutige Teilinbetriebnahme zeigt, wie der geförderte Gigabitausbau Schritt für Schritt vor Ort Wirkung entfaltet. Mit den neuen Anschlüssen wird leistungsfähige digitale Infrastruktur für die Menschen und Unternehmen in Mittelsachsen konkret nutzbar. Sie schafft wichtige Voraussetzungen für wirtschaftliche Entwicklung, gesellschaftliche Teilhabe und gleichwertige Lebensverhältnisse – gerade auch im ländlichen Raum. Wir freuen uns, diesen Ausbau begleiten zu dürfen und gemeinsam mit allen Beteiligten einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Gigabitversorgung in der Region erreicht zu haben“, sagt Niklas Günther vom Projektträger aconium.

Oliver Ulke (stellvertretender Leiter Landespolitik BREKO e.V.): „Der Landkreis Mittelsachsen und die Mitteldeutsche IT in Augustusburg beweisen, wie schnell Fördergebiete ans Netz gehen können, wenn die zentrale Steuerung auf Landkreisebene und ein regionales Telekommunikationsunternehmen Hand in Hand arbeiten. Die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten waren hier der Schlüssel für diese zügige Teilinbetriebnahme. Genau so gelingt zukunftssichere Infrastruktur im ländlichen Raum.“

Zahlen und Fakten:

In den Gigabit-Clustern G und M sollen bis voraussichtlich Ende 2028 insgesamt 10.313 Gebäude im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden. Hinzu kommen etwa 1.100 Gebäude in Flöha, die eigenwirtschaftlich erschlossen werden.

Dafür wird die mitteldeutsche IT GmbH im geförderten Netz rund 3.252 Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Tiefbauarbeiten sind auf einer Länge von insgesamt rund 636 Kilometern erforderlich.

Die Ausbaudetails zu den Bauabschnitten in Augustusburg und Brand-Erbisdorf zeigt das ausbauende Unternehmen mitteldeutsche IT GmbH in eigenen Veröffentlichungen (Präsentation und Pressemitteilung des Unternehmens) auf und teilt weitere Details auf Nachfrage mit.

Insgesamt werden rund 84,5 Millionen Euro in den weiteren Breitbandausbau der Cluster G und M investiert. Davon stammen rund 50,5 Millionen Euro aus Fördermitteln des Bundes und etwa 34 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen.

Das neue Glasfasernetz ermöglicht stabile und zuverlässige Datenübertragungen in Gigabitgeschwindigkeit. Die mitteldeutsche IT GmbH stellt ihr Netz allen Telekommunikationsanbietern offen zur Verfügung. Bürgerinnen und Bürger können damit frei entscheiden, bei welchem Anbieter sie Internet-, Telefon- oder Fernsehdienste buchen möchten.

Weitere Informationen:

www.landkreis-mittelsachsen.de/breitband

www.mitteldeutsche-it.de/breitbandausbau-mittelsachsen