Erster Teil des Glasfasernetzes der eins energie geht in Betrieb

14.09.2026

Der Infrastrukturdienstleister eins energie in sachsen nimmt derzeit Teile des geförderten Glasfasernetzes beginnend in den drei Städten Döbeln, Roßwein und Waldheim in Betrieb. Vorab waren bereits bis August kleinere Netzsegmente in der Stadt Rochlitz und der Gemeinde Jahnatal (hier Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Zschaitz-Ottewig) ans Netz gegangen. 

Bis Jahresende werden Teilnetze in 11 Kommunen mit Schwerpunkt im Cluster B, sowie in Teilen der Cluster D und E aktiv sein. Darüber hinaus sind bisher unterversorgte Schulen, wie beispielsweise das Berufliche Schulzentrum Döbeln-Mittweida mit dem Standort Döbeln, welche innerhalb der Projekte als besonders förderwürdige Objekte mit erschlossen wurden, am Netz.

Landrat Sven Krüger nahm den ersten Teilabschnitt gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von eins energie in sachsen heute symbolisch im Beruflichen Schulzentrum in Betrieb.

 „Mit den ersten Teilinbetriebnahmen wird nun sichtbar, wofür in den vergangenen Jahren geplant, gebaut und investiert wurde. Leistungsfähige digitale Verbindungen sind für Schulen, Unternehmen und private Haushalte inzwischen unverzichtbar. Der heutige Termin ist deshalb ein wichtiger Schritt – auch wenn bis zum Abschluss des gesamten Projektes noch viel Arbeit vor uns liegt“, erklärte Landrat Sven Krüger.

Mit dem Beruflichen Schulzentrum Döbeln-Mittweida profitiert eine der Bildungseinrichtungen in Trägerschaft des Landkreises unmittelbar vom Ausbau. Eine stabile und leistungsfähige Internetverbindung schafft bessere Voraussetzungen für den digitalen Unterricht und den Einsatz moderner Lernangebote.

Roland Warner, Vorsitzender der eins-Geschäftsführung: "Ich freue mich außerordentlich, dass die ersten Anschlüsse im Landkreis Mittelsachsen in Döbeln, Jahnatal, Rochlitz, Roßwein und Waldheim nun zugeschaltet werden. Bis Ende des Jahres werden es rund 5000 Anschlüsse sein, weitere folgen im kommenden Jahr. Die Versorgung der Menschen mit Glasfaseranschlüssen nimmt nun immer mehr Fahrt auf.“

Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Städte und Gemeinden sowie des Projektträgers des Bundes aconium GmbH und der Digitalagentur Sachsen, jeweils im Auftrag der fördermittelgebenden Ministerien BMDS und SMWA, begleiteten den Termin. 

Die erste Teilinbetriebnahme umfasst 2.500 Anschlüsse in Ortsteilen von Döbeln, Waldheim und Roßwein, sowie die bereits bis August aktivierten Netzsegmente in Jahnatal und Rochlitz. Bis Ende 2026 erweitert sich das aktive Netz schrittweise auf 5.000 schaltbare Anschlüsse in insgesamt 110 Ortsteilen bzw. Gemarkungen überwiegend im ländlichen Raum der Kommunen Döbeln, Jahnatal, Kriebstein, Königsfeld, Leisnig, Oberschöna, Reinsberg, Rochlitz, Roßwein, Seelitz und Waldheim.

Bis zum Jahreswechsel werden in diesen Freischaltungsgebieten ca. 450 km Trassenbau realisiert und 1900 km Glasfaser verlegt. 85 % des Ausbaugebietes sind damit fertiggestellt.

Daraufhin starten mit Jahresbeginn 2027 die nächsten Aktivierungen in den fünf Kommunen Altmittweida, Flöha, Frankenberg, Großschirma und Mulda sowie weitere Freischaltungen von Teilnetzen in Leisnig und Roßwein. Insgesamt werden im Jahr 2027 über 12.000 Anschlusseinheiten aktiviert.

Technisch erfolgen die Inbetriebnahmen abschnittsweise, d.h. ein Ort kann aus mehreren VNB-Bereichen („Schacht-Bereichen“) bestehen. Deshalb wird häufig zunächst nur der fertiggestellte Teil des Ortes aktiviert; weitere Bereiche folgen später.

Tim Borsum, Projektträger aconium GmbH: „Mit der heutigen Teilinbetriebnahme wird sichtbar, wie der geförderte Glasfaserausbau im Landkreis Mittelsachsen konkret vorankommt. Leistungsfähige digitale Infrastruktur schafft wichtige Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Entwicklung und gleichwertige Lebensverhältnisse. Gerade im ländlichen Raum stärkt der weitere Glasfaserausbau damit die Zukunftsfähigkeit der Region nachhaltig.“

Dr. Sophia Wolter, Digitalagentur Sachsen: „Der digitale Wandel prägt nahezu alle Lebensbereiche. Eine leistungsfähige und zukunftssichere digitale Infrastruktur ist deshalb eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Entwicklung und gleichwertige Lebensverhältnisse. Mit der heutigen Teilinbetriebnahme der geförderten Glasfasernetze im Projektgebiet der Cluster B, D und E macht der Landkreis Mittelsachsen einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer flächendeckenden Gigabitversorgung – insbesondere auch in den weniger dicht besiedelten Gebieten. Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie die koordinierende Arbeit der Breitbandkoordinatoren des Landkreises dazu beiträgt, Förderprojekte und das eigenwirtschaftliche Engagement der Telekommunikationsunternehmen erfolgreich miteinander zu verknüpfen. Dieses enge Zusammenspiel schafft die Voraussetzungen für einen effizienten und nachhaltigen Ausbau digitaler Infrastruktur.“

Der Kreistag des Landkreises Mittelsachsen hatte im Jahr 2021 beschlossen, eins energie mit der Errichtung der Glasfasernetze in fünf Projekten (Cluster B bis F) zu beauftragen. 

Die Kooperationsverträge wurden im April 2022 in Mittweida unterzeichnet, der symbolische erste Spatenstich folgte im Mai 2022 in Döbeln für alle diese Projekte. 

Darüber hinaus beinhaltet der Ausbau des Clusters B auch bisher s.g. acht Lückenschlussprojekte in Döbeln, Leisnig, Roßwein und Waldheim mit einem Maximalvolumen von 8 Mio. EUR, deren Vergabe 2025 stattfand und deren Ausbau jetzt in Ergänzung zu den noch offenen Baumaßnahmen im Cluster B integriert starten soll. Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen werden bestehende Unterversorgungslücken in den Ortsteilen des ländlichen Raums außerhalb der Stadtkerne geschlossen. 

Weitere Ausbaumaßnahmen 

Drei weitere Lückenschlüsse mit einem Maximalvolumen von 1,8 Mio. EUR wurden im Juli 2026 beantragt und sollen, die Bewilligung vorausgesetzt, noch Ende 2026 durch den Kreistag und dann sofort ab 2027 in den Ausbau integriert werden. 

Die Fertigstellung des gesamten Netzes im Cluster B ist derzeit bis Ende 2027 vorgesehen. Damit ist auch der Anspruch verbunden, die Lückenschlüsse im gleichen Zeitrahmen fertigzustellen. Beim jetzigen Arbeitsstand bleibt derzeit offen, ob das in diesem Zeitrahmen vollständig möglich ist.  

Die Baumaßnahmen in den vier weiteren Clustern C bis F werden kontinuierlich fortgesetzt und nach derzeitigem Planungsstand projektspezifisch zwischen 2028 und 2029 fertiggestellt.

Zu den fünf Clustern gehören 22 Kommunen und insgesamt 72 Schulen mit einem derzeitigem Gesamtvolumen von 202.984.000 EUR. Die Projekte werden zu 90% mit Fördermitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen sowie mit 10% Eigenmitteln des Landkreises Mittelsachsen finanziert.