Frauen für die Politik

28.02.2023

Mehr kommunalpolitische Mitsprache von Frauen − das ist das Ziel einer Initiative, die der Landkreis Mittelsachsen anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauentages startet. 

Dabei geht es zum einen darum, mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu interessieren und zu bestärken, sich für ein Wahlmandat zu bewerben. Auf der anderen Seite soll die Initiative auch eine Plattform bieten, sich auszutauschen, wie die Strukturen der kommunalpolitischen Arbeit gestaltet werden müssen, um diese mit Beruf und Familie vereinbaren zu können.

Das ist notwendig, denn die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. „Die Kommunalpolitik ist männlich“, stellt Gleichstellungsbeauftragte Annett Schrenk fest. Von 868 Mandaten in den Gemeinderäten befinden sich 180 in weiblichen Händen. Das sind etwa 20,7 Prozent. Im Kreistag Mittelsachsen vertreten gerade einmal 14 Frauen die Interessen der Wählerinnen und Wähler. Das macht bei 98 Kreistagsmandaten einen Anteil von zirka 18 Prozent. Noch unattraktiver für Frauen scheint der Job einer Bürgermeisterin zu sein, denn lediglich drei Kommunen des Landkreises werden von Frauen geführt. 

Dabei bewegen sich die Zahlen seit Jahren auf niedrigem Niveau. Doch dagegen will der Landkreis nun etwas tun. „Wir wollen nicht nur, wir müssen“, meint Landrat Dirk Neubauer. „Die Herausforderungen vor der unser Landkreis in den nächsten Jahren steht, sind nur zu meistern, wenn Frauen wie Männer gemeinsam ihre Sicht der Dinge in die Entscheidungsprozesse einbringen und Entscheidungen treffen. Die Initiative ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung.“

Aus diesem Grund hat sich der Landkreis Mittelsachsen als Region mit den Landkreisen Sächsische Schweiz − Osterzgebirge und Meißen um eine Aufnahme in das „Aktionsprogramm Kommune − Frauen in die Politik“ beworben. Hier geht es um eine parteiübergreifende Vernetzung zum Thema, über eine begleitende politischen Diskussion und um ein Mentoring Programm. 

Im gemeinsamen Bewerbungsschreiben unterstreichen die Landräte: „Es besteht ein dringender Handlungsbedarf an einem politischen Diskurs über strukturelle Rahmenbedingungen zur Ausübung des kommunalpolitischen Ehrenamtes auf Gemeinde- und auf Landkreisebene“. Diesen Diskurs soll eine kleine Arbeitsgruppe, bestehend aus kommunalpolitisch engagierten Vertreterinnen der Parteien begleiten und steuern. Der erste Termin ist für den 10. März anvisiert. Parteipolitik soll hier keine Rolle spielen, betont die Gleichstellungsbeauftragte, die diese Runde moderieren wird. 

Und noch etwas plant der Landkreis: In jeder Region soll es offene Gesprächsrunden für Frauen geben, die wissen wollen, wie Kommunalpolitik tickt und warum es wichtig ist, dass die Lebensperspektiven von Frauen in dieser vertreten werden − sozusagen von Frauen für Frauen.
Die erste Veranstaltung findet bereits am 18. März in Döbeln statt. Unter dem Titel „Wir reden mit − Frauen für die Politik interessieren − engagieren − gewinnen“ werden sich Frauen über die Möglichkeiten der Kommunalpolitik und über ihre Wege dahin austauschen. 

Eine Anmeldung unter E-Mail netzwerk@beatrice-neumann.eu ist erwünscht.

Foto: Norbert Millauer/Archiv

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