Geografische Lage

Mit einer Ausdehnung von rund 2 116 Quadratkilometern ist der Landkreis Mittelsachsen nur wenig kleiner als das Bundesland Saarland oder das Großherzogtum Luxemburg. Geografisch betrachtet erstreckt sich der Landkreis über das mittelsächsische Hügelland, das Erzgebirgsvorland sowie das Osterzgebirge. Im Norden wird der Landkreis dabei von der Leipziger Tieflandsbucht begrenzt und im Süden vom Kammgebiet des Erzgebirges. Im Osten bilden die Lommatzscher Pflege und der Tharandter Wald die natürlichen Begrenzungen, und im Westen reicht der Landkreis Mittelsachsen an den Freistaat Thüringen und an das westliche Erzgebirge heran. Seine längste West-Südost Ausdehnung beträgt ungefähr 77 Kilometer, wobei die Stadt Penig die westlichste und die Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle die südöstlichste Kommune sind.

Im Südosten befindet sich außerdem die Staatsgrenze der Bundesrepublik zur Tschechischen Republik, mit der seit 1993 eine rege grenzübergreifende Zusammenarbeit über die Euroregion Erzgebirge e. V. auf deutscher Seite besteht. 

Vom nördlichsten Punkt der Gemeinde Ostrau bis zum südöstlichsten Punkt in der Gemeinde Neuhausen sind es ungefähr 70 Kilometer Luftlinie. Die größte Erhebung im Landkreis ist der Kohlberg bei Neuhausen mit 837 Metern. 

Statistik

Gesamtfläche2 116,32 Quadratkilometer (Stand 31.12.2015), davon:
- Landwirtschaftsfläche71 Prozent
- Waldfläche17 Prozent
- Siedlungs- und Verkehrsfläche11 Prozent
- Wasserfläche1 Prozent
Einwohner (Stand 30. Juni 2017) 309 037
Kommunen53
- davon Städte21
Straßen (Stand 1. Januar 2017)
- Autobahnen98 Kilometer
- Bundesstraßen265 Kilometer
- Staatsstraßen642 Kilometer
- Kreisstraßen713 Kilometer

53 Kommunen gehören dem Landkreis an, davon besitzen 21 das Stadtrecht. Die einwohnerstärkste Kommune ist die Universitätsstadt Freiberg mit rund 41 000, gefolgt von Döbeln mit rund 23 000 und Frankenberg mit rund 15 000 Einwohnern.

Die vollständige Statistik für den Landkreis Mittelsachsen steht im Internetauftritt des Statistischen Landesamtes Sachsen zur Verfügung.


21 Städte

32 Gemeinden

2 116,32 km² Fläche

309 037 Einwohner


Das Wappen

Der Kreistag des Landkreises Mittelsachsen hat in seiner Sitzung am 10. Juni 2009 das Wappen und die Flagge für den Landkreis Mittelsachsen beschlossen:

Schlägel und Eisen stehen für den Altkreis Freiberg. Der Löwe für die Markgrafschaft Meißen, der alle drei Kreise als Bergbauregion angehörten. Die drei Wellenbalken entstammen dem alten Kreiswappen von Mittweida und die drei Wecken sind dem Wappen der Burggrafschaft Leisnig entlehnt, welche sich auf dem Gebiet des Kreises Döbeln innerhalb der Markgrafschaft Meißen befand. Die Verwendung des Wappens regelt die Satzung des Landkreises über die Verwendung des Kreiswappens (Wappensatzung).


Das Logo

Logo Landkreis Mittelsachsen

Der Kreistag des Landkreises Mittelsachsen hat in seiner Sitzung am 22. Juni 2011 das Logo mit Slogan für den Landkreis Mittelsachsen beschlossen. Das Logo stellt symbolisch die vielfältige Landschaft Mittelsachsens mit zahlreichen Flüssen, Wiesen und dem Erzgebirge dar. Klare und einfache Linien stehen mit ihrer Dynamik für ein aufstrebendes Leben im Landkreis. 

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Das Logo mit Slogan kann farblich als auch in der schwarz-weiß-Variante dargestellt werden. Der Slogan „mitten im leben. mitten in sachsen.“ ist hinsichtlich des ersten Teiles „mitten im leben.“ variabel in der Gestaltung, dass je nach Einsatzgebiet oder Verwendung des Logos mit Slogan folgende Änderungen möglich sind: 

  • im kulturellen Bereich: „mitten in der kultur. mitten in sachsen.“,

  • im sportlichen Bereich: „mitten im sport. mitten in sachsen.“ und

  • im wirtschaftlichen Bereich: „mitten in der wirtschaft. mitten in sachsen.“

Durch Verwendung des Logos können sich die Bürger, Städte und Gemeinden, Unternehmen, Vereine, Verbände und Institutionen mit dem Landkreis identifizieren. So kann das Logo zum Beispiel insbesondere auf Geschäftspost, Fahrzeugen, im Internet und für kulturelle Veranstaltungen oder auf Trikots der Sportler verwendet werden. Es soll ein optisches Erkennungszeichen sein, das sich in den Kommunikationsmitteln wiederfindet und von der Öffentlichkeit automatisch mit dem Landkreis Mittelsachsen in Verbindung gebracht wird.

Das Logo ist beim Deutschen Patent- und Markenamt als Wort-Bild-Marke eingetragen. Das Logo mit Slogan kann auf der Grundlage konkreter Nutzungsbedingungen von Dritten kostenfrei genutzt werden. 

Nutzungsbedingungen für die Verwendung des Logos

Mit der Verwendung des Logos mit Slogan unterstützt der Nutzer die Region bei einem aktiven Regionalmarketing mit dem Ziel, den Landkreis Mittelsachsen als attraktiven Wirtschafts- und Lebensraum im Freistaat Sachsen zu etablieren.

Das Logo darf ausschließlich im verfassungsrechtlichen Rahmen verwendet werden. Politischen Parteien und Organisationen ist die Nutzung des Logos nicht gestattet.

Städte und Gemeinden, Firmen, Vereine und Verbände, die ihren Sitz im Landkreis Mittelsachsen haben, dürfen das Logo mit Slogan insbesondere auf ihrer Geschäftsausstattung, auf Internetseiten und in Publikationen platzieren oder bei Veranstaltungen einsetzen. Bei Verwendung des Logos mit Slogan im Internet ist dieses mit einem Link zum Landkreisportal www.landkreis-mittelsachsen.de zu unterlegen.

Die Nutzung des Logos erfolgt unentgeltlich.

Das Logo darf in der grafischen Form und Farbe nicht verändert werden. Es kann in den Varianten farbig und schwarz-weiß verwendet werden. Bei Vergrößerungen bzw. Verkleinerungen des Logos mit Slogan dürfen die Proportionen nicht verändert werden.

Die Landkreisverwaltung behält sich die Nichtgewährung der Erlaubnis vor. Eine Rücknahme der Genehmigung ist jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich, erfolgt jedoch unbedingt bei Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen. 

Vereinbarung

Der Landkreis Mittelsachsen gestattet Städten und Gemeinden, Firmen, Vereinen und Verbänden, die ihren Sitz im Landkreis Mittelsachsen haben beziehungsweise Bürgern, die im Landkreis wohnen, die unentgeltliche Verwendung des Logos, sofern sie eine entsprechende Vereinbarung mit dem Landkreis geschlossen haben. Diese kann heruntergeladen, ausgefüllt, ausgedruckt und unterzeichnet sowie an den 

Landratsamt Mittelsachsen
Pressestelle
Frauensteiner Straße 43
09599 Freiberg

gesendet werden (per Post, Fax oder E-Mail mit eingescannter Unterschrift).


Partnerschaften

Der Landkreis Mittelsachsen pflegt langjährige partnerschaftliche Beziehungen mit den Landkreisen Calw in Baden-Württemberg, Starnberg und Gliwice im europäischen Nachbarland Polen.


Calw/Baden-Württemberg

Die ersten Kontakte und ein Austausch bestanden bereits seit 1990, damals mit dem ehemaligen Landkreis Brand-Erbisdorf und dem Landkreis Freiberg. Am Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1991 erfolgte die feierliche Unterzeichnung der beiden Partnerschaftsverträge. Seitdem finden ein regelmäßiger Austausch, gegenseitige Besuche sowie Treffen bei verschiedenen Anlässen von Vertretern der Kreistage und der Verwaltungen statt. Bei der Beseitigung der Folgen der Hochwasserkatastrophen in den Jahren 2002 und 2013 leistete Calw großartige Hilfe. Die „Calwer Brücke“ in Kleinbobritzsch legt darüber Zeugnis ab.

Gliwice/Polen

Bereits vor der Aufnahme Polens in die Europäische Union im April 2003 wurde der Kontakt zu einem polnischen Landkreis gesucht, die erst wieder seit 1999 bestanden haben. Im Spätherbst 2003 kam es zu gegenseitigen Besuchen in Freiberg beziehungsweise in Pyskowice, bevor zum 10-jährigen Bestehen des Landkreises Freiberg am 23. August 2004 auf Schloss Augustusburg der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet wurde. Die Partnerschaft wird seitdem bei verschiedensten Anlässen gepflegt. Eng standen die Partner bei den Hochwasserereignissen 2010 in Polen sowie 2013 in Deutschland zusammen. Neben dem kooperativen Austausch von Kreisrätinnen und Kreisräten sowie der Verwaltungen, besteht eine Zusammenarbeit zwischen einzelnen Schulen in Form gemeinsamer Projekte.

Starnberg/Bayern

Die Partnerschaft zum Landkreis Starnberg hat seinen Ursprung aus den Beziehungen zum ehemaligen Landkreis Hainichen Anfang der Neunziger Jahre. Bis in die Gegenwart finden ohne jegliche Vereinbarung jährliche Begegnungen von Jugendlichen und Sportlern zu den jeweiligen Landkreisläufen statt. Durch diese manifestierten Bindungen sind nach der Funktionalreform in Sachsen interkommunale Treffen zustande gekommen und belebt worden.    


DAS UNESCO-Weltkulturerbeprojekt „Montanregion Erzgebirge"

„Eine komplette Region steht hinter dem Projekt, alle ziehen über die Grenzen hinweg an einem Strang.
Die engagierte Arbeit der vergangenen zehn Jahre soll sich in der Titelvergabe auszahlen.
Davon profitiert der gesamte Landkreis.“

Volker Uhlig, Vorsitzender des Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V.

Seit 1998 befindet sich die „Montan- und Kulturlandschaft Erzgebirge“ auf Vorschlag der Sächsischen Landesregierung auf der offiziellen deutschen Tentativliste. Die Trägerschaft für das UNESCO-Welterbe-Projekt haben die drei Landkreise Erzgebirgskreis, Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie 35 Städte und Gemeinden übernommen, die den Welterbekonvent (WEK) bilden.

Das Antragswerk basierte auf 27 mit den betroffenen Kommunen beziehungsweise Objekteigentümern erarbeiteten und bestätigten Umsetzungsstudien. Außerdem diente die vom WEK beschlossene und im Vorfeld der Antragsentscheidung aktualisierte Objektliste bestehend aus zirka 500 Einzelobjekten als Grundlage und wurde durch acht Elemente auf tschechischer Seite ergänzt. Der Antrag wurde nach Vorgabe der UNESCO-Richtlinien zur Durchführung des Welterbe-Übereinkommens von der Welterbe-Projektgruppe an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg ausgearbeitet. Das Sächsische Kabinett hat am 12. Juli 2013 der Bewerbung zugestimmt. Nach positivem Entscheid der Kultusministerkonferenz (KMK) wurde der Antrag von der UNESCO in Paris zunächst vorgeprüft und Anfang 2014 offiziell eingereicht. 

Seit Ende 2015 gab es intensive Abstimmungen mit dem Internationalen Rat für Denkmalpflege (ICOMOS), der eine Präzisierung beziehungsweise Qualifizierung der Unterlagen anregte, um die Chancen für eine erfolgreiche Einschreibung in die Welterbeliste zu verbessern. Dafür wurde der Welterbeantrag im Frühjahr 2016 nach einstimmigem Beschluss der Mitgliederversammlung des Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. mit dem Ziel zurückgezogen, die überarbeiteten Antragsunterlagen zum frühestmöglichen Zeitpunkt neu einzureichen.

Der überarbeitete Antrag, der im Dezember 2017 von tschechischer und deutscher Seite unterzeichnet wurde, setzt sich nun aus 22 Bestandteilen zusammen: 17 auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite. Die ausgewählten Bestandteile repräsentieren jetzt in ihrer Gesamtheit die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus. Sie stehen funktional im Zusammenhang und bilden größere Kulturlandschaften. Das Antragsdossier umfasst drei Bände von insgesamt 782 Seiten: den eigentlichen Antrag, den Managementplan und einen umfangreichen Kartenband. Über das Sekretariat der Kultusministerkonferenz, das Auswärtige Amt und die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland wird der Antrag dem Welterbezentrum der UNESCO zugeleitet. Im Sommer 2018 findet die Evaluierung durch ICOMOS International, das Beratungsorgan der UNESCO für die Bewertung von Kulturerbe-Nominierungen, statt.

Die UNESCO setzt sich weltweit für den Schutz und Erhalt außerordentlicher Kulturleistungen und einzigartiger Naturphänomene „als gemeinsames Erbe aller Menschen“ ein. Grundlage für die UNESCO-Liste des Welterbes bildet die 1972 von der Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen verabschiedete Welterbekonvention.

Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V.