Hitze-Tipps für die Gesundheit und Lebensmittel

06.08.2020

Lebensmittel kühl halten – wer sich im Sommer nicht daran hält, riskiert seine Gesundheit. Die Experten des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes (LÜVA) der Kreisverwaltung geben hierzu einige Tipps.

Das LÜVA ist unter anderem für die Überprüfung von Küchen, Verkaufsstellen, Märkten, Gaststätten und Lebensmittelproduzenten zuständig. In diesen Tagen achten die Kontrolleure angesichts der sommerlichen Temperaturen verstärkt darauf, dass leicht verderbliche Lebensmittel entsprechend kühl gelagert werden. In Kühltheken sollte in allen Bereichen eine Temperatur von etwa sieben Grad Celsius eingehalten werden, bei empfindlichen Produkten wie Hackfleisch, Geflügelfleisch und Innereien liegt die Grenze bei zwei bis vier Grad.

Die Experten raten Verbrauchern, beim Einkaufen nicht nur das Mindesthaltbarkeitsdatum der Ware zu prüfen, sondern beim Transport daran zu denken, dass die Kühlkette auch auf dem Weg nach Hause eingehalten werden sollte. So empfiehlt es sich, leicht verderbliche Lebensmittel erst am Ende der Einkaufstour zu erwerben und dann direkt nach Hause zu bringen. Eine Lagerung im Auto ist keinesfalls ratsam. Eine Kühltasche hingegen ist eine gute Investition.

Auch daheim gilt: Verderbliches sofort in den Kühlschrank. Grundsätzlich müssen Verbraucher im Sommer noch stärker auf Hygiene in der Küche achten als das ohnehin der Fall sein sollte – bei Hitze vermehren sich gefährliche Erreger schneller.

Hinweise aus dem Gesundheitsamt

Lang andauernde Hitze im Sommer kann erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Jeder Einzelne hat die Möglichkeit, durch sein Verhalten diese für sich so gering wie möglich zu halten. Besonders betroffen von Hitzebelastungen sind Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und chronisch Kranke. Die Tipps auf einen Blick:

  • Ausreichend trinken. Je wärmer es wird, desto größer ist der Wasserverlust. Wasser, Schorlen oder ungesüßte Tees gleichen den Wasserverlust aus. Auch Obst und Gemüse mit hohem Wasseranteil helfen, ein Defizit zu vermeiden. Das Gesundheitsamt rät: Trinken, bevor der Durst kommt – der ist immer schon ein Alarmsignal des Körpers.
  • Wie erkennt man einen Flüssigkeitsmangel? Neben Schlappheit zeigen sich unter anderem Symptome wie eine steigende Körpertemperatur oder Furchen auf der Zunge. Ein Test: Wenn man die Haut auf dem Handrücken zusammen kneift und sie, statt sich sofort zurückzuziehen, stehen bleibt, könnte ein Wassermangel die Ursache sein. Wichtig bei der Behebung: Bei jüngeren Leuten gleichen sich Flüssigkeitsdefizite relativ schnell aus, bei älteren Menschen kann das mehrere Tage dauern. Bei zu schnellem Ersatz besteht bei ihnen die Gefahr der Überwässerung, die wiederum lebensbedrohlich werden kann. Deshalb rechtzeitig auf ausreichendes Trinken achten – und in Zweifelsfällen unbedingt den Arzt fragen.
  • Fettarm essen, um den Körper nicht zu belasten.
  • Halten Sie sich möglichst an schattigen Orten auf und kühlen Sie Ihre Wohnung durch Verschatten am Tag und Lüften in den kühlen Morgen- und Abend/Nachtstunden. In Dachgeschossen sollten die Fenster auch tagsüber leicht geöffnet bleiben, um Hitze entweichen zu lassen.
  • Angemessene Kleidung tragen, am besten luftig geschnitten.
  • Große körperliche Anstrengungen vermeiden. Sport und anstrengende Gartenarbeiten lieber in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen und es auch dabei langsam angehen lassen.
  • An ausreichenden Sonnenschutz denken, lieber langsam im Schatten bräunen als irreparable Hautschäden zu riskieren.

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