Landrat diskutierte mit Elternvertretern über Bushaltestellen und Schulwege

17.04.2019

An sechs Bushaltestellen in Mittelsachsen wird die Verkehrssicherheit für Kinder weiter erhöht, indem die Beschilderung angepasst wird. Das ist nur ein Ergebnis einer Beratung zwischen Landrat Matthias Damm und Elternvertretern, die sich für sichere Schulwege ihrer Kinder einsetzen.

Die Initiative hatte sich nach dem tödlichen Verkehrsunfall an der Haltestelle „Langenleuba-Oberhain Kreuzung“ an den Landrat gewandt und Verbesserungen gefordert. Nach ersten Gesprächen zwischen den Eltern und der Landkreisverwaltung im Rahmen des Sachsengesprächs in Frankenberg wurden diese nun im kleineren Rahmen am Dienstagnachmittag im Ratssaal Penig fortgesetzt. „Mir war es wichtig, dass die Eltern ihre Anliegen noch einmal im direkten Gespräch erläutern können und wir gemeinsam eine für alle Beteiligten tragfähige Lösung für die Schülerbeförderung und die Schulwegsicherheit finden“, so Landrat Damm. Die Elternvertreter signalisierten ihre Zustimmung für die Sofortmaßnahme, die die Unfallkommission nach einem Vororttermin am 28. März festgelegt hatte:  Zum 1. April wurde der Fahrplan für die Schülersonderlinie 623 für die Nachmittagsfahrt angepasst wird: Sie startet seither zirka acht Minuten früher am Gymnasium beziehungsweise der Oberschule in Penig. Der Umstieg von der Linie 623 in die Linie 607 erfolgt seitdem nicht mehr an der Bushaltestelle ,Langenleuba-Oberhain Kreuzung‘ sondern am Busbahnhof in Narsdorf. „Die Eltern haben uns klar signalisiert, dass sie diese Variante jedoch für eine Zwischen-, aber keine Dauerlösung halten. Sie wünschen sich stattdessen, dass der Bus künftig von Penig kommend durch die Ortslage von Langenleuba-Oberhain fährt und die Kinder dort aussteigen können“, fasst Damm zusammen. Deshalb wurde noch am Dienstagnachmittag ein Prüfauftrag an die Regiobus Mittelsachsen GmbH erteilt. Das Unternehmen ist vom Landkreis mit den Verkehrsleistungen im ÖPNV in Mittelsachsen beauftragt, Geschäftsführer Michael Tanne  war bei diesem Arbeitsgespräch vor Ort. „Er führte aus, dass bereits nach der Sitzung der Unfallkommission verschiedene Varianten geprüft worden waren. Da den Fahrplänen jedoch ein komplexes Gefüge an Fahrbeziehungen zwischen einzelnen Bussen zugrunde liegt, war die Fahrt durch die Ortslage Langenleuba-Oberhain kurzfristig nicht zu realisieren“, erklärt Matthias Damm. In Mittelsachsen gibt es insgesamt rund 2 200 Haltestellen, die von den Verkehrsunternehmen bedient werden. Die Beteiligten haben sich auf den Konsens verständigt, dass eine Änderung der Linienführung im Zusammenhang mit dem kleinen Fahrplanwechsel zum Beginn des neuen Schuljahres geprüft wird. „Vor jedem neuen Schuljahr stehen aufgrund veränderter Schülerzahlen ohnehin alle Fahrbeziehungen auf dem Prüfstand und es gibt gemeinsame Sitzungen des ZVMS mit den Schulträgern“, so Damm.

Im Rahmen des Sachsengespräches hatte Landrat Damm die Eltern gebeten, ihm Bilder von kritischen Haltestellen und Schulwegen zu senden. „Vertreter der Verkehrsbehörden des Landratsamtes beziehungsweise der großen Kreisstädte, der Polizei, des Lasuv sowie der  Straßenmeisterei haben diese Objekte und Wege an den Staatsstraßen 57, 247 sowie in den Ortsdurchfahrten Niedersteinbach und Obergräfenhain vergangene Woche begutachtet. Im Ergebnis wurde festgelegt, dass die Beschilderung angepasst wird“, so Damm. Die Maßnahmen umfassen mehrere Aufstellungen von Gefahrzeichen „Achtung Kinder“ mit Schulbuszeiten 6-17 Uhr an Schulbus-Haltestellen sowie Gefahrzeichen mit Zusatzeichen „Schulweg“ auf dem Straßennetz der Region um Penig (Staatsstraße 57, Bundesstraße 175, Staatsstraße 247, Kreisstraße 8260) insbesondere auch in den Ortslagen Obergräfenhain, Niedersteinbach, Wernsdorf. „Im Geltungsbereich dieser Beschilderung haben die Kraftfahrer in besonderem Maße vorausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren und müssen jederzeit anhaltebereit sein“, so Damm. In allen Fällen kümmert sich die Straßenmeisterei des Landkreises um das Aufstellen der Pfosten, dies ist zum Teil bereits geschehen. „Die Beschaffung der Schilder dauert jedoch acht bis zehn Wochen. Das hängt mit Lieferschwierigkeiten seitens der Herstellerfirmen zusammen“, erklärt Landrat Matthias Damm.

Während des Gesprächs erhielten die Elternvertreter auch ein paar grundsätzliche Ausführungen rund um die Themen Straßen, Beschilderung und zu verkehrsrechtlichen Anordnungen: Das klassifizierte Straßennetz, das alle Bundes-, Staats- und Kreisstraßen umfasst, wird alle zwei Jahre befahren. „Dabei werden außer dem Zustand der Straße auch die Beschilderungen sowie Sicherheitseinrichtungen,  wie beispielsweise Leitplanken und Ähnliches, auf den Prüfstand gestellt“, erläutert Damm. Bei diesen Verkehrsschauen wirken neben Vertretern des Landratsamtes Mittelsachsen inklusive der Straßenmeistereien auch die Polizei sowie der Straßenbaulastträger – bei Bundes- und Kreisstraßen ist dieser das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) – mit. Geschwindigkeitsmesstafeln, die entweder ein Gesicht und/oder die Geschwindigkeit informativ für die Kraftfahrer anzeigen, bedürfen keiner verkehrsrechtlichen Anordnung. „Diese dürfen die Kommunen eigenverantwortlich an neuralgischen Punkten innerorts aufstellen“, so Damm.

Das Treffen mit den Elternvertretern fasst der Landrat als „ein sehr sachliches, konstruktives Gespräch“ zusammen. „Wir haben uns über alle Details, die kritisch gesehen wurden, unterhalten, Lösungsvorschlägen präsentiert und diskutiert. Wir sind gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen interessiert und arbeiten zusammen intensiv daran“, so Matthias Damm abschließend.

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