Leistungen im Rettungsdienst vergeben

05.12.2019

Im Landkreis Mittelsachsen werden zum 1. Februar 2020 neue Verträge zur Leistungserbringung im Rettungsdienst geschlossen. Gemäß des Sächsischen Gesetzes über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz müssen die Leistungen durch den Träger des Rettungsdienstes, den Landkreis, ausgeschrieben werden. Dazu gehören auch die Leistungen des Krankentransportes und die Beförderung des Notarztes zum Einsatzort.

Die derzeitigen Verträge wurden, außer im Bereich Döbeln, mit Start 1. Februar 2015 unterzeichnet. Diese laufen am 31. Januar 2020 aus. Im Bereich Döbeln erfolgte die Beauftragung erstmals zum 1. Januar 2018 nach Auflösung des vormaligen Rettungszweckverbandes. Deshalb erfolgte eine umfangreiche Ausschreibung. Grundlage für die Ausschreibung war die Aufteilung des Landkreises in sechs Lose:

  • Los 1 – Rettungswachenbereich Nordwest, mit den Rettungswachen Rochlitz, Penig und Geringswalde

  • Los 2 – Rettungswachenbereich Mitte, mit den Rettungswachen Hainichen, Mittweida und Frankenberg

  • Los 3 – Rettungswachenbereich Ost, mit den Rettungswachen Freiberg, Mulda, Dittmannsdorf, Clausnitz und Brand-Erbisdorf

  • Los 4 – Rettungswachenbereich Süd, mit den Rettungswachen Flöha und Eppendorf

  • Los 5 – Rettungswachenbereich West, mit der Rettungswache Burgstädt

  • Los 6 – Rettungswachenbereich Nord, mit den Rettungswachen Döbeln, Leisnig und Naußlitz.

In drei Losen ist das Vergabeverfahren abgeschlossen. Demnach erhielt der Kreisverband Döbeln-Hainichen des Deutschen Roten Kreuzes den Zuschlag für das Los 6 mit den Wachen in Naußlitz, Döbeln und Leisnig sowie für das Los 2 mit den Wachen in Mittweida, Hainichen und Frankenberg. Hier ändert sich nichts. Einen Wechsel wird es für das Los 1 mit den Wachen in Rochlitz, Penig und Geringswalde geben. Den Zuschlag erhielt die Johanniter Unfallhilfe. Derzeit ist der Kreisverband Rochlitz des Deutschen Roten Kreuzes Leistungserbringer.

Für die anderen drei Lose ist das Vergabeverfahren noch nicht abgeschlossen.

Für 2019 werden 84 000 Gesamteinsätze in der Notfallrettung sowie dem Krankentransport erwartet. Dabei handelt es sich um 32 000 Krankentransportwagen-, 14 500 Notarzteinsatzfahrzeug- und 37 500 Rettungswagen-Einsätze im gesamten Landkreis Mittelsachsen.