Mittelsachsen als Gastgeber für 2. Internationalen Kochwettbewerb

18.06.2019

Der zweite internationale Kochwettbewerb der Fachschulzentren wurde am 17. Juni im Fachschulzentrum Freiberg-Zug ausgetragen. Sieben Teams gingen an den Start.

Von den sieben Mannschaften kommen zwei aus Polen, eine aus Tschechien, drei vom Beruflichen Schulzentrum für Dienstleistung und Gestaltung Dresden sowie eine von der Oberlausitzer Berufsschule für Hauswirtschaft Bischofswerda. „Das Fachschulzentrum Freiberg-Zug selbst wird leider kein Team ins Rennen schicken, da die vorgesehenen Teilnehmer kurzfristig von ihren Betrieben angefordert wurden“, so Schulleiter Gerd Alscher. Thematisch drehte sich in diesem Jahr alles um Hackfleisch. „Die eingereichten Rezepte mit zum Teil sehr verheißungsvollen Namen wie ,Das Waldabenteuer' oder ,Cipisek Hamburger' versprechen interessante und köstliche Ergebnisse“, so Alscher im Vorfeld.

Nach der offiziellen Begrüßung startete der Wettbewerb um 09:30 Uhr, die Teilnehmer hatten dann zwei Stunden Zeit zur Herstellung ihrer Gerichte. Diese wurden schließlich von einer Jury verkostet und bewertet. Als Oberhaupt konnte Susie Benz, Köchin und Inhaberin des „Empanada“ in Hennersdorf/Augustusburg gewonnen werden. Die Jury bestand aus Betreuern der angetretenen Duos sowie aus den beiden Siegern des letztjährigen Wettbewerbes. „Bewertet wurden neben dem eigentlichen Arbeitsergebnis die Vor- und Nacharbeiten sowie die Arbeitsdurchführung“, erläutert Alscher. Die Siegerehrung nahm Landrat Matthias Damm vor. Gewonnen hat das Duo Blazej Chrobok/Weronika Puchalka aus Polen mit dem Gericht „Asiatischer Traum“. „Es freut mich, dass unser Fachschulzentrum Ausrichter dieses besonderen Kräftemessens ist und wir in diesem Rahmen internationale Gäste begrüßen können“, so Damm.

Die Premiere des internationalen Kochwettbewerbes fand im März 2018 in der polnischen Partnerschule des Fachschulzentrums Freiberg-Zug, der beruflichen Fachmittelschule Pszczyna, statt. Dort entstand auch die Idee dieses Kochwettbewerbes. Vor einem reichlichen Jahr nahmen insgesamt neun Teams teil: vier aus Polen, je eins aus Tschechien und Deutschland und drei Teams aus Spanien. „Damals war die Vorgabe, ein selbstgewähltes kreatives Gericht mit Hühnerfleisch herzustellen, dafür bekam jedes Team vom Gastgeber ein gerupftes und ausgenommenes Huhn zur Verfügung gestellt“, so Gerd Alscher. Die Jury bestand aus bekannten Köchen aus verschiedenen Restaurants der Stadt Pszczyna sowie aus Lehrern der Teilnehmerländern. Nach Begutachtung der Arbeitsorganisation und -abläufe sowie einer eingehenden Verkostung der verschiedenen Gerichte stand fest, dass die Jurymitglieder mit großer Mehrheit das Freiberger Team mit dem Gericht „Gefüllte Hähnchenroulade auf geschmortem Gemüse mit Herzoginkartoffeln“ zum Sieger kürten. „Im Anschluss an den Wettbewerb schlug ich vor, diesen auf Wanderschaft zu schicken und bot an, 2019 Gastgeber zu sein“, so Alscher.

 

Fachschulzentrum Freiberg-Zug

Mit der Kreisreform 2008 wurde der Fortbildungsbereich am Standort Freiberg-Zug (ehemals Staatliches Amt für Landwirtschaft mit Lehranstalt Freiberg-Zug) dem Landkreis übertragen und weiterhin erfolgreich fortgeführt. Verbunden mit der Übernahme war nicht nur die Umbenennung der „Lehranstalt“ in „Fachschulzentrum Freiberg-Zug“, sondern auch die Übernahme des gesamten Personals einschließlich der Lehrerinnen und Lehrer, die nun Bedienstete des Landkreises sind. Das ist bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal.

Das gesamte Objekt in Freiberg-Zug wurde mit Entscheidung des mittelsächsischen Kreistages zum 01. Juli 2015 vom Landkreis auf der Basis eines Grundstücksübereignungs- und Ablösevertrages zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Landkreis Mittelsachsen komplett übernommen. Dazu gehören neben dem Schul- und Verwaltungsgebäude auch ein Internatsgebäude mit insgesamt 84 Betten, eine Maschinen- und Technikhalle sowie eine Großlehrküche mit Speisesaal für die hauswirtschaftliche Ausbildung. Im Hauptgebäude sind weitere Referate der Landkreisbehörde untergebracht.

Aktuell werden im Fachschuljahr 2018/2019 folgende Fortbildungsmöglichkeiten angeboten:

Landwirtschaftliche Fachschule (dreijährig)

  • Schwerpunkt Landbau – Wintermodell vier Klassen (61 Fachschüler)

  • Schwerpunkt Unternehmensführung Großhaushalt eine Klasse (10 Fachschüler)

  • Schwerpunkt Landbau – Vollzeit eine Klasse (6 Fachschüler)

Alle Fortbildungsabschlüsse sind kostenfrei, europaweit anerkannt und vergleichbar beziehungsweise gleichwertig dem Meisterabschluss. Im handlungsorientierten Unterricht wird anhand praxisrelevanter Problemstellungen über den modellhaften Vollzug der berufstypischen Handlungsabläufe anwendungsbereites Wissen erworben. Neben dem regulären Unterricht bietet das Fachschulzentrum für externe Interessenten regelmäßig Grund- und Aufbaukurse zum Sachkundenachweis Pflanzenschutz an sowie Kurse zur Erlangung der Ausbildereignung nach Ausbildereignungsverordnung.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.fachschulzentrum-freiberg-zug.de.

Die drei Sieger-Teams des Kochwettbewerbs mit Schulleiter Gerd Alscher (hinten links) und Landrat Matthias Damm. Foto: Eckardt Mildner