Soziale Teilhabe - Was ist das und wie kann man diese beeinflussen?

13.03.2018

Über diese und andere Fragen tauschten sich am Montag, 12. März, rund 80 engagierte Akteure aus sozialen Institutionen, Politik, Verwaltung und ehrenamtlichen Angeboten im Volkshaus Döbeln aus. Die Teilnehmenden setzten sich in getrennten Tischrunden zusammen und diskutierten verschiedene Themen – wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gesundes Aufwachsen von Kindern oder die Attraktivität der Region Döbeln bis hin zum Einfluss auf Lebenslagen, Beteiligungsmöglichkeiten sowie zur Funktionsfähigkeit von Angebots- und Netzwerkstrukturen.

Nach gut drei Stunden wurden in einer Abschlussgalerie die Ergebnisse der insgesamt acht Thementische präsentiert und somit allen Teilnehmenden zugänglich gemacht. Besonders wertvoll sind die vielfältigen Ideen, Überlegungen und erste Lösungsansätze, wie man soziale Teilhabe in der Sozialregion Nord (Döbeln) gestalten und stärken kann. Beispielsweise gab es mehrere Vorschläge, wie die Inanspruchnahme der Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, insbesondere der Leistungen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft (u.a. Sport, Kultur, Freizeit), erhöht werden könnte.

Wie geht es nun weiter?

Die Veranstalter der Sozialregionalkonferenz in der Region Döbeln - der Landkreis Mittelsachsen und die Hochschule Mittweida/Fakultät für Soziale Arbeit – werten die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse aus, die Eingang in ein Handlungskonzept speziell für die Sozialregion Nord - Döbeln, Roßwein, Waldheim, Hartha, Leisnig, Großweitzschen, Ostrau und Zschaitz-Ottewig - finden sollen. Das Handlungskonzept soll noch im Jahr 2018 abgestimmt und vorgestellt werden.

Die Mitwirkenden der in dieser Art ersten Sozialregionalkonferenz freuten sich über den großen Zuspruch und die engagierte Beteiligung der Veranstaltungsteilnehmer.

Der zweite Beigeordnete des Landkreises, Jörg Höllmüller zog ein positives Fazit: „Über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich aktiv in den Prozess eingebracht, konstruktiv diskutiert und viele interessante Ansätze zusammengetragen. Wir sind dankbar für dieses fachübergreifende Engagement. Ich bin mir sicher, dass sich vieles, was heute angesprochen wurde, in dem Handlungskonzept wiederfinden wird.“

Hintergrundinformationen:

In Mittelsachsen ist im Frühjahr 2017 ein erster Sozialbericht gemeinsam von Landkreis und der Hochschule Mittweida/Fakultät Soziale Arbeit vorgelegt worden, der sich mit der Lebenssituation und den Lebenslagen der Menschen in Mittelsachsen bezogen auf Sozialregionen mit verschiedenen Merkmalen beschäftigt. Damit bildet der 1. Sozialbericht für den Landkreis Mittelsachsen nun die Grundlage für weitere Analyse und Ableitung von konkreten Ansätzen, Maßnahmen und Projekten, die soziale Lebenslagen und Teilhabeprozesse beeinflussen und stärken können.