Mittelsachsen erhält Fördermittelbescheid des Bundes für ein Breitbandprojekt

16.08.2019

Der Landkreis Mittelsachsen hat für den Breitbandbandausbau einen Fördermittelbescheid des Bundes mit einem Volumen von 30 Millionen Euro erhalten. Das Geld wird für das zweite Breitbandausbauprojekt Cluster B (Nord) mit rund 2 800 Haushalten verwendet.

Es umfasst Roßwein, Leisnig, Döbeln, Waldheim, Zschaitz-Ottewig und Kriebstein. Der dazugehörige Co-Finanzierungsbescheid des Freistaates über 15 Millionen Euro ist damit genehmigungsfähig. Die erforderlichen Unterlagen wurden vorsorglich bereits parallel zum Bundesantrag eingereicht. Aktuell wird die Ausschreibung für den eigentlichen Ausbau vorbereitet, das notwenige Verfahren soll im ersten Halbjahr 2020 abgeschlossen sein. Zusätzlich wurden in einem Sonderantrag mit einem Volumen von 1,4 Millionen Euro die Glasfaseranbindung von 27 Schul- und Krankenhausstandorten im Cluster B beantragt. Dieser wurde notwendig, da die Schulen sich nicht in den Projektausbaugebieten des Basisprojektes befinden, sondern in bereits versorgten Gebieten. Da Bildungseinrichtungen und Krankenhäuser einen höheren Bandbreitenbedarf für die Förderung geltend machen dürfen, sind diese in gesonderten Verfahren realisierungsfähig.

Für das erste Breitbandausbauprojekt Cluster A mit den Kommunen Lunzenau, Burgstädt, Taura, Claußnitz, Königshain-Wiederau, Mühlau und Hartmannsdorf startet nach Vorbereitung der technischen Unterlagen die Ausschreibung der Konzessionsvergabe noch im August. Die Vergabe wird ebenfalls 2020 erfolgen. „Unser Ziel ist, das Verfahren im ersten Halbjahr 2020 abzuschließen“, erklärt der Breitbandkoordinator im Landratsamt Mattias Borm. Für dieses Cluster liegen die Förderbescheide vor.

Das bisherige dritte Breitbandausbauprojekt Cluster C umfasst 14 Kommunen, darunter unter anderem Weißenborn, Flöha und Frankenberg mit fast 5 000 Haushalten. „Das ist zu groß, wir werden es teilen. Ein Planer erarbeitet hierfür einen Vorschlag. Somit haben wir dann insgesamt vier Cluster“, erläutert Borm. Die neue Zuordnung wird in den kommenden Wochen abgeschlossen sein. Denn dann soll der Fördermittelantrag beim Bund gestellt werden. Borm betont, dass hier zur Zeit eine detaillierte Kostenschätzung erfolgt, um das Gesamtvolumen genauer zu bestimmen und eine sinnvolle Projektteilung durchzuführen.

Der Breitbandkoordinator betont, dass man noch nicht sagen könne, wann das schnelle Internet zur Verfügung steht: „Wir wollen gern so schnell wie möglich sein, aber das hängt natürlich von den Kapazitäten der beteiligten Unternehmen ab.“

Die Clusterprojekte richten sich an die landkreiszugehörigen Kommunen, die keine beziehungsweise keine wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit haben, ein erfolgreiches Einzelprojekt durchzuführen. Die Strategie des Landkreises ist es, den flächendeckenden Breitbandausbau im gesamten Kreisgebiet sowohl durch die Unterstützung der eigenständigen als auch durch die Durchführung der kreisgeleiteten Projekte sicherzustellen.

Im Internet kann übrigens genau verfolgt werden, welche Gebiete und Ortsteile in das Landkreisprojekt integriert sind. Konkret abgebildet ist derzeit das Cluster B, das Cluster A wird in Kürze folgen. „Unser Ziel ist, dass die Bürgerinnen und Bürger sehen, wer – und zum Zeitpunkt fortgeschrittener Planungen wann – an das Breitbandnetz über unser Projekt angeschlossen sein wird“, so Mattias Borm.

Informationen und weiterführende Links zu den Ausbaukarten finden interessierte Bürger unter dem Menüpunkt Breitband

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