Radwegekonzept


Radfahrer hintereinander auf einer Straße
Foto: Matthias Lippmann/Archiv

Radwegekonzept für zehn Kommunen der Region „Silbernes Erzgebirge“

Im Rahmen des Entwicklungsprogrammes für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen (EPLR) 2014 – 2020 erfolgt bis Dezember 2020 die Erarbeitung eines „Radwegekonzeptes für zehn Kommunen im Landkreis Mittelsachsen der Region Silbernes Erzgebirge“.

Logo des Entwicklungsprogrammes für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen
Logo Leader Region Silbernes Erzgebirge

In den beteiligten Kommunen Bobritzsch-Hilbersdorf, Brand-Erbisdorf, Dorfchemnitz, Großhartmannsdorf, Lichtenberg, Mulda, Neuhausen, Rechenberg-Bienenmühle, Sayda und Weißenborn existiert neben dem touristischen Radverkehr vor allem ein Interesse am Alltagsradverkehr zu Schulen, Kindertagesstätten sowie Wohn- und Gewerbestandorten.

Das Konzept soll die konzeptionelle Grundlage für den weiteren Ausbau des Radwegenetzes in den jeweiligen Kommunen schaffen. Es sollen Vorschläge zu Streckenführungen laut Gebietskulisse (nahtlose Verknüpfung der Kommunen in der Gebietskulisse) für den touristischen sowie den Alltags-, Schüler- und Berufsradverkehr einschließlich der Anbindung an die Nachbarregionen und Landkreise sowie grenzübergreifend erarbeitet und abgestimmt werden. Im Konzept sollen unter anderem notwendige Ausbaustandards festgelegt, eine Kostenschätzung für die Realisierung/Umsetzung der Strecken erarbeitet, eine Prioritätenliste für die Realisierung/Umsetzung der Strecken sowie Vorschläge für Standorte von Rastplätzen und deren Ausstattung gemacht werden.

Zwischenbericht zur Erarbeitung der Radwegekonzeption: Bestandsanalyse (01/2020)

Einen ersten Baustein bildete zunächst eine umfassende Bestandsanalyse der vorhandenen Infrastruktur. Ziel war es, den Status quo im Planungsgebiet zu erfassen. Im Rahmen der Bestandsanalyse wurden die vorhandenen und, wenn bekannt, geplanten Radverkehrsanlagen abgefahren und dokumentiert, um unter anderem Erkenntnisse über Ausbauzustand, Führungsform sowie Oberflächenbelag zu erhalten und anschließend zu bewerten. Dadurch konnten Defizite im bestehenden Netz erkannt und benannt werden.

Als weiterer Bearbeitungspunkt erfolgte eine Quelle-Ziel-Analyse. Hierfür wurden Verbindungen zwischen zentralen Orten, aber auch innerörtliche Belange, berücksichtigt. Ziel ist es, daraus ein umsetzbares, ressourcenschonendes Routennetz für den Alltagsverkehr, in Kombination mit dem touristischen Verkehr, zu entwickeln.

Ergänzt wurden die Ergebnisse des ersten Arbeitspaketes durch die Beteiligung der Bürger. Über eine Online-Umfrage (sowie ergänzender schriftlicher Variante) sowie drei Bürgerworkshops wurden Belange der Bürger erfasst sowie die Ortskenntnisse genutzt.

Aufbauend auf der Bestandsanalyse werden nun verschiedene Vorschläge erarbeitet, die das bestehende Netz verbessern und erweitern sowie Netzlücken schließen sollen.

Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde.