Geflügelpestvirus


Informationen zum Geflügelpestvirus (Aviäre Influenza)

Schwäne auf einem Teich

Seit Herbst 2020 kommt es in ganz Deutschland immer wieder zu Ausbrüchen von hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI). Am 19. November 2020 wurde bei einer Wildente im Landkreis Nordsachsen hochpathogenes aviäres Influenza-A-Virus (HPAIV) vom Subtyp H5N8 bei einem Wildvogel nachgewiesen. Danach gab es positive HPAIV H5N8-Nachweise in zwei Geflügelhaltungen im Landkreis Leipzig. Ein Teil des dadurch zu bildenden Beobachtungsgebietes liegt im Landkreis Mittelsachsen (Allgemeinverfügung vom 27. Dezember 2020)Es ist davon auszugehen, dass die Dichte der Wildvogelpopulationen in den Rastgebieten weiter zunehmen wird. Dies erhöht das Risiko der Virusübertragung und Ausbreitung, insbesondere bei Haltungen in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen, einschließlich Ackerflächen, auf denen sich Wildvögel sammeln. Infolgedessen hat das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) per Erlass vom 30. Dezember 2020 verfügt, dass die Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter (LÜVÄ) die risikobasierte Aufstallung des Geflügels (ausgenommen Laufvögel) in den durch die Lebensmittelüberwachungs- und Verterinärämter (LÜVÄ) regional risikobewerteten Gebieten bis auf Widerruf anzuordnen haben. Das LÜVA hat die Risikobewertung in der aktuellen Lage überprüft und bestätigt. Daraus ergibt sich, dass die Aufstallung in den in der Allgemeinverfügung vom 7. Januar 2021 (Allgemeinverfügung vom 7. Januar 2021) aufgeführten Gebieten und Gemeinden zur Vermeidung der Einschleppung oder Verschleppung der Geflügelpest durch Wildvögel erforderlich ist.



Fragen und Antworten

Wie müssen Tiere jetzt untergebracht werden?

In den in der Allgemeinverfügung genannten Risikogebieten dürfen Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Wachteln, Enten und Gänse (= Geflügel, ausgenommen Laufvögel) bis auf Widerruf ausschließlich in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung (Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung stehen muss, wobei Netze oder Gitter, die zur Abdeckung nach oben genutzt werden, nur anerkannt werden, wenn ihre Maschenweite maximal 25 Millimeter beträgt) gehalten werden.

Wohin melde ich tote Tiere?

Die Einsendung der verendeten Vögel erfolgt durch das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) an die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA). Die Tiere sind im LÜVA am Standort Mittweida, Haus E zu den Sprechzeiten abzugeben oder zu melden (montags bis freitags 08:00 bis 12:00 Uhr, dienstags und donnerstag zusätzlich 13:00 bis 18:00 Uhr). Telefonische Anmeldung unter 03731 799-6234 und außerhalb der Dienstzeiten über die Rettungsleitstelle 0371 488-8200 oder 23556 sind zwingend erforderlich. 

Wenn Tiere selbst aufgesammelt werden, gilt es sich entsprechend vor dem direkten Kontakt zu schützen, wie mit Handschuhen oder eine Tüte über der Hand, in die dann auch gleich das Tier verbracht werden soll.

Kann man noch Eier und Geflügel essen?

Vorangestellt: Eine Übertragung des Virus auf den Menschen erfolgte in der Vergangenheit sehr selten und auch nach dem jetzigen Kenntnisstand nur in Verbindung mit lebendenden und infizierten Tieren. Nichts bekannt ist von einer Ansteckung durch rohe Lebensmittel, wie Eier oder Fleisch. Dennoch empfiehlt das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt, dass einige Hygieneregeln beachtet werden. So sind rohe Geflügelprodukte von anderen Lebensmitteln getrennt zu lagern und getrennt zuzubereiten. Messer oder Schneidebretter müssen nach der Nutzung mit warmem Wasser und Spülmittel gereinigt, Verpackungsmaterialen entsorgt und die Hände gewaschen werden. Wichtig ist darüber hinaus, das Fleisch für mindestens für zwei Minuten bei einer Temperatur von 70 Grad durchzugaren und Eier zu kochen beziehungsweise gut durchzuerhitzen bis das Eigelb hart ist.

Kann man Vögel füttern?

Grundsätzlich ja, denn Singvögel sind bisher von der Erkrankung nicht betroffen und somit gibt es keine Einschränkungen. Wichtig ist aber den Futterplatz regelmäßig von Kot mit beispielsweise heißem Wasser zu reinigen, denn darüber werden die Viren oder andere Krankheiten übertragen. Dabei sollten Handschuhe getragen werden. Gut wäre es, wenn das Futter so platziert ist, dass die Vögel nicht hineintreten, zum Beispiel in Form eines kleines Troges oder einer Art Meisenknödel.

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